Aus Tradition und Pflichtgefühl

Jürgen von Rönn ist beim Kameradschaftsabend der Feuerwehr Hambergen für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt worden. Ein Anlass für so manchen Vergleich zwischen gestern und heute
Hambergen. Jürgen von Rönn hat in 50 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr einiges erlebt: „Früher fehlte es häufiger am Wasser. Wir mussten über Hunderte von Metern Schläuche legen“, erzählt er. „Das waren damals noch Leinenschläuche, und wenn da ordentlich Druck drauf war, dann platzten die.“ Das sei häufiger vorgekommen, denn eine Schlauchpflege…[geolocation] wie sie heute betrieben wird, gab es damals nicht, erinnert sich von Rönn. Er kennt die großen Unterschiede im Brandschutz früher und heute. Auf dem Kameradschaftsabend in Hambergen wurde er jetzt für seine langjährige treue Dienstzeit ausgezeichnet.

Kein Ende in Sicht

Die Zeit bei der Hamberger Feuerwehr ist damit aber noch lange nicht zu Ende. Hambergens Bürgermeister Reinhard Kock weiß: „Jürgen ist so sehr mit der Feuerwehr verbunden, der bleibt ihr noch länger treu. Du weißt, wie wichtig eine Feuerwehr ist.“ 50 Jahre lang einer Organisation treu zu sein, das sei ein Erfolg und bei der Feuerwehr etwas ganz Besonderes, so Kock. Im Löschwesen sei man man nicht nur ehrenamtlich tätig, sondern müsse auch engagiert und verlässlich dabei sein.

Vor 50 Jahren in die Feuerwehr einzutreten, das war für Jürgen von Rönn eine Selbstverständlichkeit, wie der Jubilar berichtet: „Wir hatten Haus und Hof in Hambergen, da war es mehr oder weniger Pflicht, weil wir ja tagsüber immer zu Hause waren.“ Es sei obendrein auch ein Stück Tradition: Sein Großvater Walter Puckhaber sei der erste Brandwart bei der Gründung der Hamberger Feuerwehr gewesen. Der Vater war ebenso Mitglied wie nun sein Sohn Ludwig. Jürgen von Rönn: „Das geht von einem auf den anderen über. So sollte das sein.“ Er finde es immer schön, wenn die Ortsansässigen auch für die Feuerwehr zur Verfügung stünden.

Als Höhepunkte seiner Laufbahn – Jürgen von Rönn war 30 Jahre lang aktives Mitglied, bevor er in die Altersabteilung wechselte – nennt er den Bau der Feuerwehrhäuser. In allen drei Gebäuden war von Rönn tätig. „Die Arbeiten waren früher anders“, sagt er. „Technische Hilfeleistungen gab es so gut wie gar nicht. Meist brannten Gebäude und wegen der Reetdächer brannten die dann oft vollständig ab.“ Die Wehr schützte die Nebengebäude.

Zur Ehrung waren jetzt nicht nur der Bürgermeister und die meisten Kameraden nebst Partnern vor Ort. Auch Landrat Bernd Lütjen bewies Nähe zur Feuerwehr – und das lockte offenbar auch den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbands, Jan Hinken, an. So schilderte es zumindest Gemeindebrandmeister Manfred Glaubke, der eigentlich die Ehrung hatte vornehmen sollen: „Der Kreisbrandmeister hat gesagt, wenn der Landrat kommt, dann komme ich auch.“ Hinken betonte, er sei froh, für den Höhepunkt des Abends zuständig zu sein. Er bezeichnete von Rönn als leuchtendes Vorbild auch für die Jugendfeuerwehren. Hambergens Ortsbrandmeister Heiner Butt gratulierte ebenfalls und überbrachte folgende Nachricht: „Der Hauptfeuerwehrmann Jürgen von Rönn braucht nicht zum Aufräumdienst zu kommen.“

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