Hambergen dankt Fluthelfern mit Grillfeier

web_anh08626Die Samtgemeinde Hambergen hat sich mit einem Grillfest bei den Osterholzer Fluthelfern bedankt. 135 Frauen und Männer von Technischem Hilfswerk (THW) und Feuerwehren, die Im Juni gegen die Wassermassen im Ortskern kämpften, waren dabei. Bei gut 70 Einsätzen hatten die Helfer aus der Region Teamgeist bewiesen – und Werbung in eigener Sache gemacht.

Hambergen. „Ich hab wirklich eine Gänsehaut bekommen. Das ist jetzt nicht übertrieben.“ Für den Kitzel auf der Haut

Du warst beim Einsatz dabei, berichte davon und nutze die Kommentarfunktionsorgte bei Hambergens Samtgemeindebürgermeister Bernd Lütjen nicht der zuletzt so schlechte Sommer, sondern die Freude über die vielen Zusagen zur Grillfeier für die Helfer bei den Überschwemmungen zum Sommeranfang im Hamberger Ortskern. 135 Damen und Herren aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerk (THW) hatten die Einladung am Donnerstagabend ins Hamberger Feuerwehrhaus angenommen. Das waren fast ebenso viele Teilnehmer wie Helfer, die beim Wetterchaos an der Elbe vor Ort waren.

„Eine wahnsinnige Zahl, wenn man bedenkt, dass gerade Ferien sind. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass so viele zusagen“, freute sich Lütjen, der unbedingt zeitnah „Danke“ sagen wollte. Mit einem lauten Pfiff lenkte Lütjen die Aufmerksamkeit der versammelten Gäste auf sich und erinnerte an den denkwürdigen Tag. Bernd Lütjen: „So etwas wie den Sommeranfang 2013 hatte ich noch nicht erlebt und muss ich auch nicht wieder haben“, versicherte Lütjen.

Der Ort steht unter Wasser

„Um drei Uhr morgens wurde ich kurz wach durch den kräftigen Regen, um fünf vor vier rief mich die Rettungsleitstelle an und teilte mir mit, dass mein Ort unter Wasser steht“, erinnerte er sich. „Ich dachte an einen Scherz. Das Lagezentrum im Feuerwehrhaus soll nicht mit dem Auto erreichbar sein erfuhr ich weiter.“ Das Wasser stand nicht einfach im Ortskern, es lief dort förmlich rein, berichtete der Samtgemeindebürgermeister weiter. So schrecklich die Situation auch war, so eindrucksvoll sei die Hilfe gewesen, betonte der Bürgermeister. Nicht nur die sieben Ortswehren der Samtgemeinde waren vor Ort. Verstärkung kam aus Freißenbüttel, Sandhausen, Pennigbüttel und Hüttenbusch sowie vom THW. Lütjen: „Alle haben getan, als ob es um ihren Ort ginge. Das war beeindruckend. Wir hatten auch Riesenglück, denn es hörte auf zu regnen. Ansonsten wüsste man nicht wohin mit dem ganzen Wasser.“

Der Einsatz sei für die Helfer Werbung in eigener Sache gewesen. Viele Leute haben Lütjen angesprochen. Sie waren dankbar über die schnelle und tatkräftige Hilfe. Der Bürgermeister erinnerte sich, dass viele morgens um fünf Uhr telefonierten, um bei ihrem Arbeitgeber wegen der Situation abzusagen. „Ich weiß das zu schätzen, es ist wichtig, dass es euch gibt, und wir wissen, dass wir auf euch zählen können.“

Ein dickes Extralob bekamen von Lütjen Jens Bullwinkel und Björn Pfrommer von der Hamberger Feuerwehr. Sie waren der „Kopf“ im Lagezentrum während der Einsätze. Beide haben die über 70 Einsätze koordiniert. „Das war hochprofessionell, beide haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen“, lobte Lütjen. Dieser Begeisterung schlossen sich Gemeindebrandmeister Manfred Glaubke und Hambergens Bürgermeister Reinhard Kock an. „Ich bin an dem Tag barfuß durch die Gegend gelaufen, das war heftig was da gelaufen ist. Ich war bewegt und bin heute immer noch bewegt. Es wurde deutlich, dass wir alle kleinen Wehren brauchen“, sagte Kock.

Ein Dankeschön gab es auch von den Inhabern der Geschäfte. Einige bedankten sich mit Plakaten in den Schaufenstern. Die Fleischerei Thamm machte einen Sonderpreis für das Grillgut. Bernd Sackmann von Edeka Schloen spendierte die Getränke. Die restlichen Kosten nimmt Bernd Lütjen aus dem Budget des Samtgemeindebürgermeisters. Obendrein spendete er mit 50 Liter Bier einen Wettgewinn.

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