Auf Tuchfühlung mit den Rettern

web_anh07862Hambergen. Ohne die Hamberger Feuerwehr geht es nicht – nicht einmal beim Tag der offenen Tür am Feuerwehrhaus in Hambergen. Rund eine Stunde vor dem geplanten Ende musste ein Fahrzeug der Freiwillige Feuerwehr ausrücken: ein Böschungsbrand an der Bahnlinie war gemeldet worden. Kurze Zeit später wurde ein weiteres Fahrzeug geordert, für die vielen Besucher blieb am Ende nur noch ein Fahrzeug vor Ort. Kein Problem, schließlich hatten bis dahin die Besucher fast alles gesehen. Höhepunkt am Vormittag war die Demonstration einer Fettexplosion mit einer vier Meter hohen Stichflamme. Eindrucksvoll zeigten die Blauröcke dabei, dass Wasser nicht in jedem Fall das richtige Löschmittel ist. Auch der Nachwuchs hatte am Vormittag seinen großen Auftritt, die Wettkampftruppe zeigte was in der Ausbildung alles gefordert wird.

Etwa 500 Besucher schauten beim Tag der offenen Tür der Hamberger Ortsfeuerwehr vorbei. Ortsbrandmeister Heiner Butt: „Das hat sich gelohnt. Wir sind äußerst zufrieden mit dem großen Zulauf.“ Für den größten Andrang beim Tag der offenen Tür, etwa 250 Leute drängten sich an den Absperrungen, sorgte die Einsatzübung Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person. Der stellvertretende Ortsbrandmeister von Hambergen, Jens Bullwinkel, moderierte den Einsatz und erklärte den Zuschauern jeden Schritt, egal ob gerade die Feuerwehr oder das Deutsche Rote Kreuz dran war.

Der Unfallwagen wurde komplett auseinandergenommen. Die 20 Kilogramm schweren Rettungsscheren kamen ebenso zum Einsatz wie die Glassäge und der Pedalschneider. Die gesamte Übung verlief äußerst ruhig – und einigen Zuschauern zu langsam ab. Bullwinkel erklärte: „Man sieht heute genau wie lange alles dauert, das dient ausschließlich dem Wohl des Patienten. Es bringt nichts fünf Minuten schneller fertig zu sein, wenn dafür der Patient ein halbes Jahr länger in der Klinik bleiben muss.“

web_anh07844Die Feuerwehrleute um Gruppenführer Michael Wasserberg bekamen einen dicken Applaus am Ende der Übung. Verdienter Lohn für die Arbeit im dann völlig durchschwitzten Einsatzanzug. Wer wollte, konnte sich selbst davon überzeugen, dass so ein ein Einsatz mit der Rettungsschere schwere körperliche Arbeit ist. Viele erschreckten sich regelrecht ob des Gewichts. Anfassen und ausprobieren war an diesem Tag angesagt. Für die Wärmebildkamera wurde extra ein Raum verdunkelt. Und die Türen der Einsatzwagen sowie des Gebäudes standen für die Besucher offen. Dabei kümmerten sich die Feuerwehrkräfte rührend um ihre Gäste und beantworten viele Fragen. Ein Kind wollte es genau wissen. „Bist du der Chef? Gibt es einen zweiten Chef? Wo zieht ihr euch um? Wofür ist der rote Knopf?“, löcherte er den Ortsbrandmeister.

Begeistert berichtete der 14-jährige Dennis Dirschauer von seiner Arbeit bei der Jugendfeuerwehr. Zum Erstaunen der Gäste fand er jedes Teil auf Anhieb im Einsatzwagen und konnte alles erklären. Er ist seit insgesamt vier Jahren in der Jugendfeuerwehr. Neben der Hüpfburg betreute die Jugendfeuerwehr auch die Spiele für die Kinder. Die Großen kümmerten sich um den Grill, das Tortenbuffet und Getränke.

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