Musikalische Wiederholungstäter

Swinging Fireballs gastieren mit neu arrangierten Liedern zum zweiten Mal im Hellingst 59
Hellingst. Sportlich startete die Band Swinging Fireballs im Hellingst 59 ihr Konzert mit der Erkennungsmelodie von „Das aktuelle Sport Studio“. „Willkommen im aktuellen Swing Studio“, begrüßte Frontmann und Sänger André Rabini das Publikum: „Es ist etwas besonderes hier zu sein, meistens spielen wir nur einmal pro Ort. Hier scheint es anders zu sein, ich weiß nur noch nicht warum.“

Das Hellingster Publikum aber wusste es genau und kam wie bei der Premiere vor zwei Jahren in großer Zahl. An den Tischen war es mindestens ebenso eng wie auf der Bühne, denn die Swinging Fireballs sind acht Musiker, darunter allein vier Bläser: Matthias Rambach und Holger Becker spielten Trompete, Jonathan Krause und Volker Bruder auf dem Saxofon. Krause war extra aus Hamburg angereist und ersetzte den fehlenden Matthias Schinkopf aus der Original-Besetzung.

Die Swinging Fireballs gibt es seit 1999 und seit zehn Jahren spielen sie in der aktuellen Besetzung. Mit „When You’re Smiling“ bekamen die Gäste zunächst einen kleinen Einblick in das Abendprogramm. Bekannte Stücke aber neu arrangiert, meist von Joachim Refardt, der am Piano überzeugte. „Nagelneu arrangiert“ war „I Can’t Give You Anything But Love“, gab Rabini kund: „Wir spielen auch zum Tanz, da passt das Stück. Hier fällt das wohl aus.“

Die Swinging Fireballs waren nicht nur sportlich, sie waren auch nett und bedankten sich artig für den teils kräftigen Applaus. Rabini, oft gelobt ob seiner Stimme, zeigte sich zudem selbstbewusst: „Alle Scheinwerfer auf mich.“ Dann folgte „That’s Amore“ von Dean Martin. Das Publikum war vom Fach, ein anerkennendes Nicken zeigte bei vielen ständig die Zufriedenheit mit der gebotenen Musik. Bei einem Stück aus der Feder von Louis Jorden reckten die Zuschauer zudem kräftig die Hälse. Refardt bekam ein längeres Solo und jeder wollte gucken, wer da spielt, versteckte sich der Pianist doch aufgrund des Platzmangels meist hinter den Bläsern. Diese traten natürlich gebührend zur Seite und gaben die Blicke auf den Solisten frei. Mit dabei waren zudem Schlagzeuger Friedemann Bartels und Micha Keding am Kontrabass.

Rabini erzählte von Reisen nach China und Dresden und gab Erklärungen zu den Stücken: „Das nächste Stück ist eigentlich eine Todesdrohung, klingt aber ganz nett.“ Im Original spielte „Roomful Of Blues“ das Stück vom Stalking. Oft fiel der Name Dean Martin, wenn Rabini die Lieder ankündigte, genauso oft hatte aber auch Teufelskerl Refardt die Stücke „anders“ arrangiert, meist mit Augenmerk auf die Bläser. Die waren nicht zu überhören. „Danach muss etwas anderes her“, meinte Rabini und kündigte ein Lied von Nina Simone an. Im Original kennt das jeder: „My Baby Just Cares For Me“.

 

 

 

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