Viele Läufer und viele helfende Hände

Die Teilnehmer am Hamberger Herbstlauf waren nicht nur schweißgebadet – unterwegs prasselten auch kräftige Hagel- und Regenschauer auf die Läuferinnen und Läufer. Egal – anschließend wurde gefeiert, ließen Sambaklänge zumindest musikalisch die Sonne scheinen. Axstedt.Nach etwas mehr als einer Stunde trudelte der Vorsitzende des TV Axstedt beim Hauptlauf des Hamberger Herbstlaufes ins Ziel – nass von Schweiß, Hagel und kräftigen Regenschauern, die die Läufer unterwegs überrascht hatten. Andreas Eberlein: „Ich habe unterwegs einige Zeit verschenkt; mir war es wichtig, die Feuerwehrleute und alle die geholfen haben unterwegs abzuklatschen. Ich wollte unbedingt Dankeschön sagen.“

Dazu waren die zehntausend Meter eine gute Gelegenheit, denn eigentlich wollte Eberlein am Sonnabend lediglich grillen. Doch Christian Heineke und Burkhard Bullwinkel konnten Eberlein überreden, mitzulaufen. Im Ziel wartete schon Tochter Julia, die auch schon ihren Part geleistet hatte. Ohne Helfer geht es nämlich nicht beim Hamberger Herbstlauf mit fast 300 Teilnehmern. Das Organisationsteam freute sich über die vielen Freiwilligen vom TV Axstedt und der Axstedter Feuerwehr.

Julia Eberlein hatte es sich mit Fabian Steinecke am Parkplatz Brünjes gemütlich gemacht. Sie wiesen den Neuankömmlingen die Parkplätze zu und zeigten wie sie zum Sportplatz kommen. Pausen überbrückten Julia und Fabian mit Chips und Frikadellen. „Später holen wir uns noch Pommes bei Brünjes, deswegen haben wir uns diesen Platz ausgesucht“, gab Julia zu. Julia hatte geplant, mitzulaufen, aber irgendetwas war dazwischengekommen. Immerhin hatten Julia und Fabian vor sechs Jahren beim ersten Herbstlauf in Axstedt ihr Talent unter Beweis gestellt.

Immer dabei als Helfer die ganzen Jahre ist auch Christian Kück. In Axstedt „betrieb“ er eine Wasserstation mit Katharina Bischoff an der Halbmarathonstrecke. Beide waren gern gesehen, denn auf der Langstrecke griff fast jeder Läufer zum Becher. Finnja und Tanja Röper füllten mit Margrit Haase die Becher im Zieleinlauf. Hier gab es sogar Energy-Drinks, Tee und Apfelschorle. Finnja hatte auch fleißig Äpfel und Birnen geschnitten, die Langläufer griffen dankbar zu.

Familienfest mit Musik

Eine Medaille bekam jeder Läufer, egal ob Krümel oder Lauf-Crack. Überreicht bekamen sie diese von Milena Bargmann und Annabell Klinke. Oft war das selbst eine laufintensive Sache, die Läufer hatten nur ihr Ziel im Auge und nicht die beiden Mädchen dahinter. Kein Problem Milena und Annabell liefen zum Gratulieren hinterher. Beim Regen krochen sie mit unters Zelt. Annabell: „Da musste ich ganz schön aufpassen, dass die mich nicht umlaufen.“

Früher im Bambini- und Teenie-Laufalter sind Annabell und Milena noch selbst mitgelaufen. Auf die längeren Strecken haben sie keine Lust. Annabell: „Ich bin froh, dass ich den Teenie-Lauf überlebt habe.“ Noch kleiner sind die Krümelläufer, und trotzdem – wie vor allem die Eltern – recht ambitioniert. Da flossen schnell mal Tränen beim Stolpern. Einige Eltern liefen ihren Sprösslingen hinterher und feuerten sie ordentlich an. Im Ziel war wiederum auch der Ärger schnell vergessen, die Lütten bekamen neben der Medaille nämlich ein tolles Spielzeug.

Zum Familienfest „Herbstlauf“ gehört ein abwechslungsreiches Beiprogramm. Den musikalischen Part übernahmen die Sambagruppe, Gerold Gerdes mit Gitarre und die Sängerinnen Lena Bast und Louisa Kück als „Green Berry“. Seit vier Jahren singen sie aktuelle Charthits, die „Karriere“ begann in der zweiten Klasse mit der Schulband der Grundschule Wallhöfen.

Beim Herbstlauf-Fest waren die Mädchen a cappella unterwegs. Louisa: „Die Musiker können nicht so viele Lieder wie wir.“ Das Organisationsteam und der TV Axstedt sorgten den Tag über für Speis und Trank. Ein Bier gönnte sich auch Andreas Eberlein nach seinem persönlichen Erfolg. Schließlich wollte er eigentlich nur grillen.

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