Marius-Weitersagen sorgt für Westernhagen-Gänsehaut

Kuhstedt. „Es geht mir gut.“ Andreas Marius-Weitersagen startete bei seinem Konzert in der Magic Music Hall in Kuhstedt gesanglich direkt durch. Weitersagen heißt eigentlich Andreas Graumnitz und der wiederum singt Stücke von Westernhagen. „Beeindruckend“ lautete das Fazit der meisten der 200 Gäste, und beeindruckend war es auch, wie es Weitersagen gelang, sein Publikum für sich zu gewinnen. Der Künstler nahm die Leute mit – genau wie sein großes Vorbild – und das war mindestens genau so ein Verdienst seiner Band. Sie spielte grandios auf. [geolocation] …

Der Name Marius Müller-Westernhagen sagt den Jüngeren nicht unbedingt etwas, und lockte sie wohl auch deswegen nicht nach Kuhstedt. Das Publikum bestand überwiegend aus älteren Fans, die angetan von Weitersagens Show für drei Stunden ihr Alter vergaßen und feierten. Weitersagen sang nicht nur „Es geht mir gut“, er fragte auch: „Euch auch?“. Die Antwort war klar.

Für Verblüffung sorgte Weitersagen häufiger, so gut coverte er den Star. Nicht nur musikalisch. Weitersagen bewegte sich auch steif und ungelenk wie das Vorbild, die typischen Gesten saßen perfekt und er sah auch noch aus wie Marius. Die Band spielte die größten Hits. Bei „Weil ich dich liebe“ stiegt die Stimmung, bei „Krieg“ wurde kräftig mitgegrölt, genau wie bei „Willenloooos“. Weitersagen hatte leichtes Spiel mit dem Publikum, die Hits waren bekannt, alle sangen mit. Was Weitersagen vorgab, wurde prompt umgesetzt. Der Star: „Es ist ein geiler Abend.“ Das Saxofon überzeugte bei „Ganz und gar“, der Gitarrist bei „Wieder hier“ und Weitersagen sang: „In meinem Revier – in Gnarrenburg.“ In die Pause ging es mit „Johnny Walker“ und Weitersagen als Solist auf der Akustik-Gitarre weiter. Der Höhepunkt des Abends war mit Sicherheit „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“. Immer rockiger und immer schneller spielte die Band, der Keyboarder drosch mit Fäusten und den Ellenbogen in die Tasten und das Publikum ließ sich anstecken und tobte. Zur Erholung gab’s den „Taximann“ und alle sangen mit. Bei „Nimm mich mit“ gingen die Arme hoch und nach „Lass uns leben“ bekam das Saxofon neue Fans. Nicht nur Weitersagen lobte: „Das war sexy.“

Aufhören wollte Andreas Marius-Weitersagen wenn es am Schönsten ist. Das gelang nicht ganz. Zugabe wurde doppelt gefordert. „Fertig“ und „Dicke“ lauteten die Kassenschlager, bevor der Abend mit „Lieben werd’ ich dich nie“ musikalisch ausklang und in die After-Show-Party überging. Viele blieben, um sich auszutauschen. Ein Gast freute sich: „Ich kannte alle Lieder und konnte immer mitsingen.“ Heike Stelljes sich: „Das war echt Wahnsinn. Der Typ ist ja echt wie das Original, nur jünger. Schade, das nicht mehr Leute hier waren.“

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