“Juppie, mach noch mal lalülala”

Ortswehr feierte Sommerfest
Kuhstedt. Der Renner beim Sommerfest der Kuhstedter Feuerwehr war eindeutig die simulierte Einsatzfahrt mit Einsatzhorn und Blaulicht. Das in die Jahre gekommene Löschgruppenfahrzeug war jedenfalls immer wieder schnell besetzt, und das nicht nur von Kindern. Die Mädchen und Jungen hatten dennoch den meisten Spaß, für sie war am Sonntag auf dem Gelände vom Landhandel Dallmann eine Hüpfburg aufgebaut, es gab eine Kübelspritze, den heißen Draht und jede Menge Spaß mit der Jugendfeuerwehr.

“Tatütata die Feuerwehr ist da”, sangen die Gäste im LF8 zum Start der ersten Fahrt. Kaum auf der Bundesstraße angekommen fragte Lorenz: “Fahrt ihr immer so langsam?”. Der Herr am Steuer, “schreib Juppie, dann weiß jeder wer gemeint ist” antwortete: “Das ist ja unser Problem. Fast jeder Trecker fährt schneller.” Neben schnell fahren wollten die Kinder hauptsächlich das Einsatzhorn hören. Der kleine Paul Neumann: “Juppie, mach noch mal lalülala.” Lorenz Wunsch war bekannt: “Juppie, tret mal richtig aufs Gaspedal.” Beide Wünsche waren gleichzeitig kaum zu erfüllen. Fuhr der Wagen schneller, war im Inneren die Sirene nur noch zu erahnen.

Besserung für die Kameraden ist in Sichtweite, auch das war auf dem Sommerfest zu erfahren. Ein LF10 ST ist in Kuhstedt anvisiert, berichtet Werner Hessen, der seit über 40 Jahren aktiv dazugehört und viele Jahre stellvertretender Ortsbrandmeister war. Hessen: “Viele Einsätze sind heute Entstehungsbrände, da sollte man schnell sein und Wasser an Bord haben.” Mit dem Sommerfest wollte die Kuhstedter Wehr Mitglieder werben und einen Einblick in die Feuerwehr zeigen. Hessen: “Wir arbeiten oft im Verborgenen. Uns hört und sieht man nur bei Einsätzen. Dabei ist unserer Arbeit äußerst vielfältig. Ich habe in den 40 Jahren keinen Einsatz erlebt, der sich wiederholt hat. Es sind immer neue Situationen, und wir müssen schnell entscheiden.” Hessen selbst unterstützt noch heute die Maschinisten bei ihrer Ausbildung.

Überzeugt vom “Feuerwehrmann” ist die Kuhstedter Jugend. Mit Eifer waren die Mädchen und Jungen auch beim Sommerfest dabei. Dienste wurden eingeteilt und die Stationen besetzt. Selbstverständlich nutzte man die Angebote auch selbst. Niklas probierte den heißen Draht und schaffte ihn auf Anhieb. “Dienst” an der Kübelspritze hatte Kenneth Beiduschatt, das heißt, er musste ordentlich pumpen. Ebenfalls auf dem Sommerfest dabei war Wolfgang Weihrauch mit seiner Brandschutztechnik. Er gab nicht nur jede Menge Tipps rund um Feuerlöscher und Feuermelder, sondern demonstrierte die Technik vor Ort. Gesorgt hatte die Feuerwehr zudem für das leibliche Wohl der Gäste.

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