Respekt: Zwei Stunden Konzert für gerade mal zwei Gäste

Beverstedt. Das Musikfieber grassiert in Beverstedt – am Mittwochabend war aber nur etwas erhöhte Temperatur zu registrieren. Der “Dünensegler” Gerold Böttcher trat zusammen mit Andreas Schön im Jugendhaus auf. Eigene Musik des Liedermachers mit Texten voller Sehnsucht und Melancholie mischte Böttcher mit bekannten gecoverten Songs. Dazu gab es bei freiem Eintritt kostenlose Getränke nebst Knabberzeug, und doch wollten nur zwei Gäste den Dünensegler hören.

Macht nichts, dachte sich dieser und lieferte trotzdem ein Konzert wie für hunderte Fans gemacht ab. Detlef Fänger, Jugendpfleger Beverstedts und Organisator des Musikfiebers, war am Ende begeistert: “So etwas nötigt mir Respekt ab, das kann nicht jeder. Für zwei Leute spielen, als ob die Hütte voll ist. Das zeichnet einen Musiker aus.” Mit “Kap unserer Hoffnung” startete der Dünensegler: “Ich nehme euch mit auf eine kleine Reise durch unsere Welt.” Böttcher wohnt in Cuxhaven, ist aber gebürtig aus Bremerhaven. Für seine Geburtsstadt nahm er an einem Wettbewerb “Lied für Bremerhaven” teil – erfolgreich. Sein Song “Bremerhaven so bist du” kam mit auf die CD. Klar, dass der Dünensegler es in Beverstedt spielte: “Ich habe versucht, alles ins Lied reinzupacken, was mir über Bremerhaven eingefallen ist.” Auch mit dem Song “Vorstadt” hatte er sich beworben, ebenfalls ein cooles Stück.

Mit Andreas Schön spielt Böttcher häufiger zusammen, sie kennen sich sozusagen aus dem Effeff. Blicke reichten zur Verständigung, denn einige Stücke, die Böttcher spielte, kannte selbst Schön nicht. Trotzdem gelang es ihm immer, den Rhythmus mitzugehen beziehungsweise sogar vorzugeben. Schön schüttelte Maiskolben, strich über seinen Alukoffer oder trommelte drauf herum. Die ganze Zeit lang saß er auf seinem “Cajon”, das immer wieder mit eingebaut wurde.

Rock, Pop und Country hatte Böttcher im Repertoire. Auch den Blues hatte er extra für den Jugendraum eingepackt. Dabei konsequent auf Deutsch, so dass der Dünensegler authentisch rüber kam. Mehr als 30 Jahre Musik stecken in Böttcher, aus den Anfangsjahren seiner Solokarriere hatte er zum Beispiel “Unsichtbar” dabei. Und “Weck mich nicht auf” hatte seine Livepremiere in Beverstedt.

“Ich habe mich auf zwei Stunden eingestellt, und jetzt spiele ich nur noch, wo ich Bock drauf hab”, gestand Böttcher mittendrin.

Zwei Stunden Musik, zwei Zugaben und das alles für nur zwei Zuschauer. Diese waren natürlich begeistert. Wo gibt es sowas noch? Die Beverstedterin Iris Weber konnte sich wunderbar erholen: “Das Musikfieber fasziniert mich, weil ich selber Keyboard spiele. Ich spiele auch die unterschiedlichsten Musikrichtungen und daher fand ich das Konzert ganz gut. Ich konnte mich bei der Musik gut entspannen.”

Vermerk:
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2 Gedanken zu „Respekt: Zwei Stunden Konzert für gerade mal zwei Gäste“

  1. Hallo!

    Ich habe von der Gemeinde Beverstedt den Zeitungsartikel geschickt bekommen und hätte gerne das Foto von mir und dem Andreas Schön. Lässt sich das machen? Es gibt leider so gut wie keine Fotos, auf denen wir beide drauf sind, und dieses ist doch nett, zudem es an die ganz besondere Veranstaltung erinnert.. 😉
    Danke übrigens für den Artikeltext. Wir finden uns zu 100 % wieder.

    Liebe Grüße aus dem verregneten Nordholz bei Cuxhaven

    der Dünensegler

    Gerold Böttcher

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