Eine unglaubliche Stimme

Britische Sängerin und Pianistin Martyna Hodge gab Solokonzert im Hellingst 59
Hellingst. Zuhörertechnisch gesehen blieb es am Donnerstagabend recht übersichtlich im Hellingst 59. Musiktechnisch betrachtet gab es den nächsten Knaller und das sah das gesamte Publikum so. Die Engländerin Martyna Hodge war für ein Solokonzert nach Hambergen gekommen und glänzte mit ihrer Stimme und ihrer Spieltechnik am Klavier.

29 Jahre jung ist die Sängerin und Pianistin, singt und spielt überwiegend eigene Songs und ist mit ihrer Musik zwischen Jazz und Pop angesiedelt. Im Repertoire hat sie auch bekannte Hits, die die aber völlig anders als das Original arrangiert. Beispiele hierzu waren “I wanna hold your hand” von den Beatles oder “Ain’t no sunshine” von Bill Withers. Hodge führte auf Englisch durch den Abend: “My german is terrible.” Glanzstücke setzte Hodge, die seit ihrem sechsten Lebensjahr singt und Piano spielt, mit “Magnified” und “Al Capones Girl”. Tempowechsel bestimmten diese Stücke, die Martyna Hodge locker meisterte, obwohl so Hodge: “It’s hard to play with cold fingers.” – es ist schwierig, mit kalten Fingern zu spielen. Das Publikum mochte die hübsche junge Frau. Heide Eggerling aus Oldendorf: “Sie hat eine tolle Stimme.” Ehemann Kurt Eggerling ergänzte: “Es sind tolle Arrangements, sie ist musikalisch sehr gut und auch die Stimme ist sehr gut. Allerdings fehlt irgendetwas, vielleicht nur ein bisschen Abwechslung.” Heide Eggerling fand eine mögliche Erklärung: “Wir sind hier Stammgäste und sind vor 14 Tagen hier musikalisch voll verwöhnt worden. Vielleicht liegt es daran.” Begeistert waren Rainer und Erdmute aus Osterholz-Scharmbeck, die zum ersten Mal zu Gast im Hellingst 59 waren. Sie hatten vom Auftritt der Künstlerin gelesen und sich dann im Internet auf einem Videoportal schlauer gemacht und von Hodge überzeugen lassen. Rainer: “Sie hat wirklich eine ,incredible voice’, eine wirklich schöne ausdrucksvolle Stimme.” Den Ausflug nach Hellingst haben beide nicht bereut und vermutlich gibt es eine Wiederholung. Rainer: “Ich frag mich immer noch wie hier eine fünfköpfige Kapelle reinpasst.”

Den Kontakt zu Martyna Hodge hatte Dave Goodman geknüpft, der die Künstlerin auf der Frankfurter Musikmesse kennen lernte und selbst im Sommer in Hellingst mit einem “Bluesfrühstück” überzeugte. Aus Kanada rief er bei Inhaber Kalle Dietrich an und gab seine Empfehlung für Martyna Hodge ab. Dietrich: “Ich hatte noch einen Termin frei und dann haben wir ihn festgemacht.” Applaus bekam Hodge immer spät, erst wenn der letzte Ton verklungen war, traute sich das Publikum.

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