Beziehungstipps für Landfrauen

Marion Buchheiser berichtete in Steden von Liebestötern und das Miteinander fördernde Verhaltensweisen
Steden. Marion Buchheiser aus Hamburg war am Donnerstagabend zu Gast bei den Landfrauen Steden und Umgebung in der Gaststätte Bodenstab in Steden. Buchheiser referierte zum Thema “Was stört und fördert die Beziehung.” Die gelernte Erzieherin erzählte von “Liebestötern” und berichtete von Komplimenten, Wünschen und Störungen, von Miederhosentricks und Fremdbestimmung auf Samtpfoten.
Die Art der Beziehung sei ganz egal, Liebestöter gebe es in der Ehe ebenso wie mit den Kindern, unter Kollegen und unter Freunden, so die Referentin. Buchheiser ging es in erster Linie um die Vermeidung von Liebestötern. Keinesfalls vermeiden allerdings sollte man Komplimente, riet Buchheiser. Komplimente gingen zu Beginn einer Beziehung recht leicht von den Lippen und beim Partner runter wie Öl. Doch je länger die Partnerschaft dauere, desto seltener gebe es Komplimente. Buchheiser riet ausschließlich zu positiven Komplimenten, man dürfe das nicht mit Nachrichten verwechseln, wo letztlich die schlechten die guten seien.
Ein häufiger Liebestöter sei, Wünsche nicht zu äußern in der Hoffnung, diese werde der Partner schon von den Augen ablesen. Der Partner dagegen denke vielleicht, man habe keine Wünsche, weil man keine äußere. Buchheiser: “Es gibt keine zwei Menschen, die exakt die gleichen Bedürfnisse haben. Selbst wer sich lange Zeit gut kennt, weiß nicht was der andere gerne hat. Menschen ändern sich und die Bedürfnisse auch.” Gleiches gelte auch für das Nichtbenennen von Störungen.
Buchheiser führte Dominosteine als Beispiel an, laufe nur eine Sache schief, gebe es eine Kettenreaktion. Störfaktoren könnten nicht erfüllte Versprechen, Mundgeruch, Schnarchen und Schmatzen sein. Die Begeisterung für den anderen werde dadurch kleiner. Buchheiser riet den Landfrauen, in der Beziehung nach Störungen zu fragen und für sich selbst zu beantworten. Buchheiser: “Im Regelfall warten wir, bis uns irgendetwas auf die Palme bringt, uns explodieren lässt. Das trifft den Partner hart, er schlägt um sich. Das gibt nur Verlierer und einen uneffektiven Streit.” Kritik erlauben Die Lösung sei einfach: “Wir erteilen die Erlaubnis zur gegenseitigen Kritik.” Doch es gebe zu viele gemütlichere Alternativen und die praktizierten die Menschen zu oft: Schweigen und Ärgernisse herunterschlucken, sich rächen, den Ärger an anderen auslassen oder einfach nur beten. Die Referentin: “Wir wollen kein großes Fass aufmachen. Aber das nervt dann Monate. Es ist also wichtig die Dinge beim Namen zu nennen.” Für Buchheiser sind das “Miederhosentricks”, das verdrängte Gespräch werde an anderer Stelle sichtbar.
Liebestöter auf den zweiten Blick seien Geschenke, die man schenkt, weil man sie selbst gerne hätte, sagte die Referentin. “Fremdbestimmung auf Samtpfoten”, nennt das Marion Buchheiser. Der Beschenkte spiele zwar meistens mit, wolle kein Spielverderber sein. Daraufhin folge aber das Echo, wieder so zu verfahren. Die Referentin: “Das kann nur der Beschenkte stoppen. Aber je größer die Wohltat, desto schwieriger der Widerspruch.” Buchheiser riet ihrem Publikum, ihre jetzt gewonnenen Erkenntnisse nicht gleich zu Hause brühwarm zu erzählen. “Das kommt meistens nicht so gut.” Buchheiser: “Sie sollten das selbst praktizieren und übertragen. Wer bei sich etwas ändert, ändert auch in der Beziehung etwas. Wenn größere Fehler klein werden ist das schon klasse. Wir dürfen die Ziele nicht zu hoch schrauben.”

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