Bei der Siegerehrung kullern Freudentränen

web_anh08299Tränen der Freude und enttäuschte Gesichter, Überraschungen und Kopflosigkeiten, die Samtgemeindewettbewerbe der Hamberger Feuerwehren auf dem Übungsplatz in Hellingst boten in diesem Jahr jede Menge Gefühle. Bei den Großen genauso wie bei den Kleinen.

Holste. Bei starkem Wind und herbstlichen Temperaturen schickte jede Ortswehr der Gemeindefeuerwehr Hambergen genau eine Mannschaft in den Samtgemeindewettbewerb der Feuerwehren. Die Jugendfeuerwehr kam mit zwei Teams zum Wettbewerb nach Holste. Denn die Hamberger Jugendfeuerwehr hatte sich dem Alter entsprechen aufgeteilt – wobei die Älteren naturgemäß im Vorteil waren. Schließlich sprangen sie locker über den anderthalb Meter breiten Wassergraben hinweg, in den die Lütten meist reingetreten sind. Und jeder Tritt hinein bescherte dem Team Fehlerpunkt. Vorteile hatten auch die Erfahrenen unter den Wettkämpfern. Sie brauchten in der Regel nur fünf bis sechs Minuten für den Parcours. Neue benötigten über zehn Minuten.

Mika Schulz von der Axstedter Jugendfeuerwehr war einer der jüngsten Teilnehmer und hatte doch in seinem Team das Sagen. Erstmals war er als Gruppenführer eingeteilt. Mit guten Grund: Denn eigentlich sollte Mika die Tragkraftspritze beim Wettkampf raustragen. Aber die war dann doch viel zu schwer für den jungen Helfer.

Dreimal hatten die Axstedter geübt. Mika gab die Befehle gut verständlich und mit kräftiger Stimme. Entsprechend positiv fiel das Urteil von Wertungsrichter Jörn Meyer zu Mika aus: Er habe seine Sache sehr gut gemacht. Leider hatte er jedoch den Befehl „Wasser Halt!“ vergessen. Mika: „Das gibt bestimmt 30 Fehlerpunkte.“ Es gab sogar mehr. Meyer: „Da kommen insgesamt bestimmt 120 Fehlerpunkte zusammen. Die Rohre beispielsweise dürfen ohne Befehl nicht zugemacht werden, das zieht weitere Fehler nach sich.“ Was die Jugendfeuerwehren alles zu machen hatten wusste Mika Grahl von der Hamberger Jugend. Der eine Trupp musste die Hürde überwinden, die anderen durch den Tunnel kriechen. Die Richter waren streng. Es gab sogar Fehlerpunkte dafür, dass beim Übersteigen der Hürde das Bein nicht direkt über die Hürde gehoben wurde, sondern etwas daneben. Volle Konzentration herrschte am Knotenbalken. Mastwurf, Schotenstich, Kreuzknoten und Zimmermannsschlag sitzen eigentlich, dabei könne die Nervosität für Fehler sorgen.

Für die Axstedter Jugendfeuerwehr reichte es mit 809 Punkten nur zum vorletzten Platz. Die jüngere Truppe aus Hambergen ergatterte sich hinter Bornreihe Rang drei. Beinahe Fehlerlos waren die Größeren aus Hambergen. 968 Punkte sind ein wahnsinnig gutes Ergebnis, da waren sich alle einig. Eine große Enttäuschung war den Gesichtern der Feuerwehrkameraden aus Vollersode abzulesen. Wie ihr Nachwuchs landeten die Erwachsenen auf dem letzten Platz in ihrer Gruppe, hierbei wird unter festeingebauter und portabler Pumpe unterschieden. Der Melder aus Vollersode musste mehrfach an seinen Platz gerufen werden, ein Trupp schaffte es nicht den Kanister mittels Wasserstrahls vom Podest zu schubsen. Es musste vorgerückt und per Hand geschubst werden. Der Sprühstrahl ließ sich nicht umstellen. Es hagelte regelrecht Fehlerpunkte.

Strahlender Sieger in der Gruppe war die Wehr aus Oldendorf. Damit hatte keiner gerechnet. Der Gruppenführerin Catharina Puckhaber liefen Freudentränen über die Wangen. „So etwas habe ich auch noch nie gesehen“, so der stellvertretende Gemeindebrandmeister Bernd Büntemeyer. Den Wanderpokal nahm dagegen die zweitplatzierte Wehr aus Hambergen mit nach Hause, da die Oldendorfer auf die Auslosung verzichteten. In der Gruppe der transportablen Pumpen gewannen die Bornreiher. Auch da gab es eine Premiere. Bei der Auslosung der Rollen blieb Christian Schütte enttäuscht über und damit ohne Los. Die Bornreiher Kameraden hatten einen Mann zu viel an Bord. Auch ohne Schütte reichte es zum ersten Platz: Die Bornreiher Wehr war nicht nur die Schnellste, sondern machte auch die wenigsten Fehler.

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