Weihnachten mit Swing affair

A-cappella Popchor singt klassische und moderne Lieder zum Advent in WerschenregeEine gute Zeit bescherten die Sänger des A-cappella-Popchores „swing affair“ ihrem Publikum in Werschenrege. Mit Liedern zu Weihnachten sorgten sie für eine besinnliche und humorvolle Stimmung.
Werschenrege. Pastor Holger Westphal eröffnete die Adventszeit in Werschenrege einem Konzert des A-cappella-Popchors „swing affair“ aus Osterholz-Scharmbeck. Die Kirche war voll und der Chor hatte neben jeder Menge alter und neuer Weihnachtslieder eine ansteckend gute Stimmung mitgebracht. Das Publikum ließ sich anstecken, spendete nach jedem Stück reichlich Applaus und nutzte die Chance mit den Sängerinnen und Sängern im Anschluss einen Glühwein zu trinken und Klönschnack zu halten.

Swing affair startete versteckt mit einem Duett und „Stille Nacht, heilige Nacht“ auf der Empore, bevor der ganze Chor eintrat und mit den Klassikern „Joy to the world“ und „Jingle Bells“ zu überzeugen wusste. „Diese Lieder kennen Sie schon, aber Sie werden heute auch etwas Neues hören“, versprachen die Chormitglieder. Lange warten brauchte die Zuhörer darauf nicht und jede Menge Informationen zu den Stücken gab es gleich dazu. „Merken Sie sich das gut“. führte Chorleiter Peter Henninger schelmisch an, „wir fragen Sie später ab. Neu war beispielsweise „Wunderschöne Weihnachtszeit“, frei nach „Hark! The Herald Angels Sing“. Die Melodie dazu lieferte Felix Mendelssohn Bartholdy, der, so meinte ein Chormitglied, wohl ein wenig bei Johann Sebastian Bach abgeguckt hätte. Bekannt wurde das Lied 1965 durch die Zeichentrickfigur Charly Brown bei einem „Peanuts Special“ war noch zu erfahren, bevor der Chor seine tolle Version vortrug.

Zugabe gefordert

Ebenfalls zum ersten Mal zu hören war „Es kommt ein Schiff geladen“, ein Lied das bereits 1450 erstmals überliefert wurde und damit zu den ältesten Liedern gehört. Frisch im Repertoire hat swing affair zudem „God bless us everyone“ und „Weihnacht“. „Ein origineller Titel oder“, merkte Henninger an. Im Text beschäftigt sich der Chor mit der Bedeutung von Weihnachten. Will man Friede auf Erden oder bezieht sich das mehr auf Kaufkraft und Lametta. Andere geben auf den Wein acht, sang der Chor und hatte weitere lustige Ideen.

Nach rund 45 Minuten brauchten die Sänger eine Pause, Henniger nutzte die Zeit und trug die Weihnachtsgeschichte „Ein Kellner über Weihnachten“ von Heinrich Böll vor. Im nächsten Lied ging es dann um die heilige Barbara und den Brauch der sogenannten Barbarazweige. Das Publikum war voll auf der Höhe und wusste gar, dass der Barbaratag auf den vierten Dezember fällt. Lustig ging es weiter mit „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“. Swing affair hatte ihn sogar in den Reihen der Sänger versteckt. Henniger: „Unsere Männer im Rentierballett.“

Weit weg führte das nächste Lied, nämlich in die Karibik nach Trinidad. Bekannt gemacht hat den Song Harry Belafonte, jetzt kennen auch viele Ritterhuder „The virgin Mary had a baby boy“. Seit dem 15. Jahrhundert haben sich viele an dem Lied versucht, die Freude über Jesu Geburt taucht auch häufig in der Literatur auf. Fehlen durfte nicht „Oh du fröhliche“, obwohl es laut swing affair kein eigentliches Weihnachtslied ist. Die geforderte Zugabe gab es in der Kirche „Zum Heiligen Kreuz“ auch. Das Stück spiegelte die Stimmung wieder: „Wir hatten eine gute Zeit.“ Anschließend durften bei „Zions Tochter“ alle mitsingen und viele nutzten die Chance.

Swing affair präsentieren noch zweimal ihr Weihnachtskonzert. Am 12. Dezember singen sie im Gemeindehaus der Friedenskirchengemeinde Scharmbeckstotel und am 15. Dezember in der Emmauskirche in Pennigbüttel. Der Eintritt ist immer frei.

Vermerk:

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