Musik, Politik und jede Menge Kurzweil

Zum vierten Mal fand in Hambergen das Jugendfest statt. Dieses Mal aber nicht im Rathaus, sondern in der Gesamtschule am Wällenberg. Eine Entscheidung, die bei den Jugendlichen offensichtlich ankam. Der Besuch des Festes war besser als in den Vorjahren. Gute Unterhaltung und Diskussionen zu politischen Themen standen im Mittelpunkt des Festes. Hambergen. Politik und Musik standen im Mittelpunkt des Jugendfestes der Samtgemeinde Hambergen. Eingeladen hatten zur vierten Auflage dieser Veranstaltung in der Pausenhalle der Gesamtschule am Wällenberg Jugendpfleger Gerold Gerdes und die Schülervertreter der Schule. Als Co-Veranstalter waren Vereine und Verbände auf dem Schulhof und boten mit dem Spiele-Bus der Samtgemeinde jede Menge Kurzweil.

Der Umzug vom Rathaus zur Schule brachte dem Jugendfest etwas mehr Zulauf, allerdings ist immer noch viel Luft nach oben. Die Mädchen und Jungen, die vor Ort waren und insbesondere die, die aktiv dabei waren, hatten jede Menge Spaß. Anzusehen war dies speziell der Musikklasse der Kooperativen Gesamtschule (KGS). Die gute Stimmung auf der Bühne steckte geradezu an. Bester Beweis war Sänger Kilian Wittke, der begeistert berichtete: „Wir singen zwei Mal die Woche. Das macht Spaß. Heute waren wir 26 Mädchen und Jungen und haben drei Lieder gesungen.“ Seiner Meinung nach das beste Lied: „An Tagen wie diesen“.

Die älteren Schüler führten anschließend einen Politik-Sketch auf, mittendrin Hendrik Eylers, der die CSU vertrat. Ständig lächelnd und dämlich grinsend, erinnerte er sehr gut an ein bayrisches Original. Zwischen den Politikern saß Herr Hoppenstedt, stellvertretend für die Millionen Wähler. Ebenso ein Original. Auch die Parteien wurden aufs Korn genommen.

Die Moderation in der Pausenhalle machte Amir Irandust, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Dust Bro und als Rapper, wie er öfters eindrucksvoll unter Beweis stellte. Ebenfalls tolle Musik machten die „Screamin Smarties“, „Magic Performers“ und die „Beatmonks“ Letztere etwas verspätet, aber das Warten hatte sich gelohnt. Sina, Ronny, Marvin, Luka und León bekamen für ihren Auftritt einen dicken Applaus. Tanzeinlagen zeigten die Mädchen von „Dark & Light“ und die Breakdancer.

Daniela Behrens, Gerd Brauns, Bernd Lütjen und Jannis Okun aufseiten der Politiker stellten sich den Fragen der Schüler und nahmen in der Diskussionsrunde Stellung zu diversen Themen. Ein Thema war das fehlende politische Interesse der Jugendlichen und die Suche nach Gründen. Bernd Lütjen gab zu: „Ich erwische mich manchmal selbst, dass wir eine andere Sprache sprechen. Wir müssen versuchen, so zu reden, dass die Jugendlichen uns verstehen.“ Lütjen meinte aber auch, dass das alltägliche politische Geschäft meist wenig interessiere, andererseits die Jugendlichen aber auch ein tolles Engagement zeigten, wenn es um bestimmte Projekte gehe. Das habe der Kampf um die mobile Skateranlage vor Jahren gut aufgezeigt. Der Samtgemeindebürgermeister: „Politik ist auch oft zäh und man sieht die Ergebnisse einfach nicht.“

Während drinnen diskutiert wurde, stand draußen der Spaß im Vordergrund. Der TSV Wallhöfen lud zum Badmintonspielen ein, die Hamberger Jugendfeuerwehr hatten den „heißen Draht“ dabei. Die Feuerwehr hatte es Louisa angetan: „Die Jugendfeuerwehr ist das Beste hier.“ Louisa nutzte das ganze Programm, balancierte unter anderem locker rückwärts und kräftig singend auf schmalen Brettern.

Janina Wendelken entpuppte sich als Naturtalent beim Schützenverein, machte bei zehn Schüssen mit dem Lasergewehr 77 Punkte. Lea Riggers und Pia Pretzel posierten mit den Watteschlägern, Malin und Jördis vergnügten sich auf Wackelbrettern. Die DLRG zeigte lebensrettende Maßnahmen, die Verkehrswacht veranstaltete ein Quiz und die Hamberger Judokas schmissen ihre Gäste auf die Matte. Ebenfalls vor Ort waren die Guttempler. Neben leckeren Säften hatten sie ihre Promille-Brille dabei. Josephine Ehlers zeigte sich überrascht und war mit Brille nicht in der Lage eine Pyramide aus den Pappbechern zu bauen.

Den Schlusspunkt des Jugendfestes bildete eine Party, die allerdings ging schon nach einer Stunde zu Ende.

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