„Ein Dorf wie kein anderes“

Drei Tage lang stand Freißenbüttel jetzt ganz im Zeichen des Erntefestes. Bis zum abschließenden Festwagenumzug bot das Programm viel Musik und auch Theater.
Freißenbüttel. Das Zelt auf dem Freißenbütteler Erntefestplatz ist schon am frühen Abend sehr gut gefüllt. Die Gastgeber vom Schieß-Sport-Club Freißenbüttel wissen eben genau, wie man das Publikum anlockt: Sie haben plattdeutsches Theater aufgeboten. Die Theatergruppe Freißenbüttel wiederum existiert genau für diesen Zweck; das Ensemble kümmert sich nunmehr im dritten Jahr hervorragend um die Lachmuskeln der 170 Besucher.

Die Laienschauspieler selbst sind ebenfalls aus der Ortschaft. Man kennt sich, Vorbeikommen ist geradezu ein Muss. Vier kleine Stücke gibt es zu beklatschen. „Wie im richtigen Leben“, lobt einer aus dem Publikum die Darbietung. Gezeigt wird da gerade der neugierige Nachbar Helmut Groot, der tagein tagaus am Fenster steht und mit dem „Feernkieker“ nach dem Rechten schaut; er scheut sich notfalls auch nicht, die Polizei einzuschalten. Der Dorfpolizist wiederum torkelt zwar recht abgefüllt in der Schenke herum, zeigt aber immerhin auf, wie gut er sich mit Hunden auskennt. Nach dem Theater blieben einige Gäste gleich da, denn nun steigt der Ernteball unter der Regie der DJs Tina und Willi.

Noch ein paar mehr Gäste als beim Theater hatte es zuvor beim Auftakt für die Kleinsten gegeben: Rund 200 Teilnehmer sind beim Laternenumzug mitmarschiert, darunter etwa 50 mit einem Licht in der Hand. Die Ortsfeuerwehr sichert den Weg und der Spielmannszug vom TSV Osterholz sorgt für die musikalische Begleitung. Eine Belohnung gibt es bei der Ankunft im Zelt. Zufrieden zeigt sich Adda Kock aus der Organisationsriege im Rückblick auch mit der Zahl der Besucher zur Disco am ersten Abend. Nach der Fußball-Übertragung im Fernsehen sei es so richtig losgegangen.

Umzug als Höhepunkt

Am Sonntag zum Erntewagenumzug, dem Höhepunkt, ist dann anscheinend das ganze Dorf unterwegs. Die meisten Einwohner versammeln sich als Zuschauer an den Straßen. Das lohnt sich, fliegt doch eine ungeheure Menge an Bonbons ins Publikum. Meistens wird gleich an zwei Standorten geguckt und gesammelt – und dann geht es direkt zum Platz. Dort locken im Zelt Kaffee und Kuchen.

Insgesamt fahren 15 Wagen durch das Dorf, zwei davon im Miniformat. Dazu gesellen sich zwei Spielmannszüge, die ebenso zu Fuß marschieren wie der Großteil des Schieß-Sport-Clubs aus Freißenbüttel; einige Mädchen sind hoch zu Ross und ein paar flotte Damen folgen dem Motto „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“. Der Veranstalter selbst fährt zudem natürlich auch mit einem geschmückten Wagen mit.

Die größte Aufmerksamkeit erhalten die „Dschungel-Uschis“ und das Team Heimelberg. Zwar fehlen Sonja Zietlow und Dirk Bach aus dem Dschungelcamp, aber darauf, so die Uschis, „pellen sich die anderen ein Ei“. Das Team Heimelberg wiederum bekennt „Freißenbüttel – Ein Dorf wie kein anderes“. Ihr Beitrag verspricht Sommer und Sonne, hat aber auch Regen an Bord.

Stimmung herrscht auf allen Wagen vom Start weg, und das muss auch so sein, denn die Wege im Ort sind eher kurz. Das längste Gefährt hat die Landjugend Schwanewede – und wohl auch die weiteste Anreise. Den Abschluss des bunten Reigens bildet rauchend und scheppernd „Die Elite“.

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