Die Feuerwehr singt das Königslied

Ortsbrandmeister Heiner Butt führt Majestäten an / Neuzugang Max Andresen stellt Rekord auf
Der oberste Feuerwehrmann ist neuer Hamberger Schützenkönig. Und ein ganz neues Vereinsmitglied wurde 50 Stunden nach Aufnahme prompt Schülerkönig.
Hambergen. „Wir sind König. Wir sind König“, schallte es vom Schützenfestplatz inHambergen. Ein Blick auf die „Schreihälse“ ließ keinen Zweifel und machte schnell klar: Der neue Hamberger Schützenkönig muss ein Blaurock sein. Es ist dann sogar der oberste Feuerwehrmann, und der Samtgemeindebürgermeister Bernd Lütjen fand in Ortsbrandmeister Heiner Butt seinen Nachfolger. Etwas leiser feierten die Damen den finalen Schuss und stellten Butt Christine Giese an die Seite.

Noch mehr Aufmerksamkeit hätte Hambergens jüngster König verdient gehabt: Max Andresen entpuppte sich als Senkrechtstarter und wartete mit einem ganz neuen Rekord auf. Keine 50 Stunden nach seiner Aufnahme in den Hamberger Schützenverein nahm Max schon die Königswürden mit nach Hause.

Als Naturtalent möchte der Zwölfjährige jedoch nicht gelten; er merkte bescheiden an: „Das war einfach nur Glück. Ich habe geguckt, wo noch ein kleines Stück dran hängt und da dann hin geschossen.“ Sein Freund Tom Meyer hatte ihn am Sonnabend mit zum Schützenverein genommen, am Montag trug Max schon die Schüler-Königskette.

Nachwuchs schießt bei den GroßenÜbernommen hat Max die Kette von Ruven Rösenmeier. Dem war das ganz egal, bei den Schülern durfte er sowieso nicht mehr mitschießen. Das Zielwasser war aber wohl das gleiche, denn Ruven stieg zum Jugendkönig auf. Jugendvizekönig wurde Kai Hofmeister, Schülervize Lukas Armbrust. Mit der Armbrust konnte am Pfingstmontag John Bujara am besten umgehen. Der Nachwuchs schoss erstmals im Stand der „Großen“, war damit deutlich näher am Geschehen dran und schnupperte am besonderen „Feeling“.

30 Minuten hatte der Schützennachwuchs in etwa gebraucht, ähnlich lange dauerte es auch, bis Heiner Butt, der mit sechs Konkurrenten auf den Vogel schoss, als König feststand. Mehr Konkurrenz hatte Christine Giese, daher dauerte es bei den Damen auch etwas länger. Die Vizetitel ergatterten sich Alexandra Flathmann und der stellvertretende Vorsitzende Bernd Bojack. Mit im Vorstand sitzt auch der König der Könige, diesen Titel gewann Horst Sombetzki-Kremkow; an seiner Seite steht für ein Jahr die Schwägerin Andrea Sombetzki. Den Karl-Kück-Gedächtnispokal sicherte sich Martin Puckhaber aus Freißenbüttel.Der Vorsitzende der Hamberger Schützen, Günther Koch, war hochzufrieden mit dem Verlauf des Festes. Die Hamberger verzichteten erstmals auf Buden und Karussells auf dem Festplatz hinter der Kirche und luden ausschließlich ins Schützenhaus ein. Mit Erfolg. Koch: „Hier oben ist es enger und gemütlicher. Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz.“

In diesem Jahr konnte so auch an allen Tagen geschossen werden. In den Jahren zuvor war das an nur einem Tag möglich, weil man sich auch den Festplatzbesuchern zeigen wollte. Mit diesem Schritt verzeichnete der Verein auch ein Plus bei den Schießzahlen, alle Besucher waren eingeladen, es einmal zu probieren. Natürlich mit Gewinnmöglichkeit, allerdings sind die Scheiben noch nicht ausgewertet. Gewonnen mit dem Umzug hat auch der Festball.

Verloren sich sonst nur einige Leute im großen Zelt, zog Koch für dieses Jahr ein anderes Fazit: „Es war toll.“ Zum Erfolg trug auch das schöne Wetter bei. Es ermöglichte eine Gartenparty beim scheidenden König Bernd Lütjen. Voll war es ebenfalls bei der Königsproklamation. Koch freute sich: „Wir haben toll gefeiert und Lob der Gastvereine erhalten, das stärkt uns. Es sieht toll bei uns aus, ich denke es soll so bleiben.“ Keiner widersprach. Zu hören waren bei der Verteilung der Pokale und Plaketten neben Koch nur noch ein paar Feuerwehrleute in der hinteren Ecke. Sie sangen: „Wir sind König.“

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