Mehr als 50 Helfer rückten Müll auf den Leib

Axstedt organisierte Umwelttag / Ergebnis: Ein Container Abfall
Axstedt. Singend zogen die drei Mädchen Julia Mester, Anna Lühring und Laura Wellbrock am frühen Abend mit einem Leitpfahl unterm Arm durch Axstedt. Ziel war das Feuerwehrhaus. Gefunden wurde der Pfahl bei der Umweltaktion der Gemeinde Axstedt: Dabei sammelten Groß und Klein den Müll aus Gräben und Straßensäumen in und um die Ortschaft herum. Das Lied war eine spontane Eigenkomposition und zeigte wie viel Spaß die drei Helferinnen hatten.

Damit waren Julia, Anna und Laura nicht allein. Spaß hatten alle, behaupteten sie jedenfalls. Julia Lühring fuhr direkt von ihrem Training zur Umweltaktion mit Dinocar und großem Anhänger, den ihr Bruder Lukas ihr geliehen hatte. Da passte alles rein, was unterwegs anfiel. „Ganz viele Zigaretten. An einer Stelle lagen bestimmt 50 Stück“, erinnerte sich Julia Lühring. Ihren Namensvetterin Julia Mester ergänzt: „Und da liegen bestimmt immer noch 20.“ Mit dem ganzen Unrat hatten die Axstedter Primeln diesmal nicht viel zu tun. Zwar steht der Primelclub für den Begriff „Unser Dorf soll schöner werden“, und die Damen des Vereins sind auch oft zur Verschönerung des Ortsbildes unterwegs. Doch diesmal waren die Mitglieder des Primelclubs allein für die Verpflegung zuständig. Jede Menge Brötchen mussten von ihnen geschmiert und Kaffee gekocht werden. Alle Teilnehmer hatten kilometerlange Fußmärsche hinter sich und einen Bärenhunger mitgebracht. Anke Renken, Gabi Faß, Ingrid Sawitzki, Anne-Meike Faß und Anke Göttsche konnten diesen Hunger stillen. Über 50 Leute waren bei der Umweltaktion dabei. Vom zweijährigen Carlos Winkler bis zum Seniorenbeiratsmitglied Jürgen Baum waren alle Altersgruppen vertreten. In neun Teams waren die Helfer schnell eingeteilt und machten sich auf unterschiedlich lange Wegstrecken auf. Bürgermeister Udo Mester ging natürlich mit bestem Beispiel voran und entschied sich für den längsten Weg. An Müll kam erneut ein ganzer Container zusammen, ähnlich wie in den Vorjahren.

Obwohl die Freude bei der Aktion überwog, sorgte ein bestimmter Fund häufiger für Ärgernis. Mehrmals wurden die Hinterlassenschaften mancher Hunde schick im Plastikbeutel verpackt gefunden. Einig war man sich, dass man dann doch lieber den Hundedreck liegen lassen sollte, anstatt sie mittels Beutel aufzunehmen, diesen zuzudrehen und gleich wieder in die Landschaft zu werfen. Natürlich nahm man die Beutel mit, aber schön war das nicht. „Insbesondere nicht, wenn die Kinder so einen Beutel fanden und den stolz in der Hand drehten“, erzählte Jürgen Witte. Dann doch lieber das Bild mit den singenden Mädels und ihren Funden. „Glasscheiben, Kaffeebecher, ein altes Rohr und Absperrband. Und ganz viel Zigaretten.“ Anna hatte gut aufgepasst. Der Leitpfahl kam übrigens nicht in den Müll. Der war noch ganz und landet beim Bauhof. Die haben bestimmt eine Verwendung dafür

Vermerk:
Sie möchten gerne ein Abzug von einem Foto? Kein Problem, nutzen sie bitte mein Kontaktformular.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*