Auf die Plätze, fertig, los – zum 40. Mal

Die Sportfreunde Heilshorn richteten gestern ihren traditionellen Himmelfahrtslauf aus / Breites Streckenangebot
Heilshorn. Der Himmelfahrtslauf der Sportfreunde Heilshorn am gestrigen Donnerstag entpuppte sich als Familienfest. Der Veranstalter lud zum 40. Mal auf die Laufbahn und hatte mit seinem Strecken-Angebot von 400 Metern bis zu 21 Kilometer zum Gehen, Wandern und Laufen für jeden Teilnehmer etwas im Programm. Das Wetter zeigte sich von der allerbesten Seite und strahlte mit den vielen Läuferinnen, Läufern und Helfern um die Wette.

Vor dem ersten Lauf schnappte sich Claudia Schumacher ihre Jungs und Mädels vom VSK – warm machen war angesagt. Andere Kinder gesellten sich schnell dazu, Schumacher war das Zugpferd für alle. Das schlug sich in der Leistung nieder; die 400 Meter-Starter erwiesen sich als richtige Renner. “Hase” Dirk Briese lief vorweg und hatte Mühe, vorne zu bleiben. Sara Lüllmann, Jan Schumacher und Paul Kebbel liefen als erste durchs Ziel.

Etwas mehr Gedränge und Aufregung gab es beim Start auf der 800-Meter-Distanz. Ein Knirps meinte zum Mitstreiter: “Du bist viel zu weit vorne.” Die paar Zentimeter hatten allerdings am Ende keine Bedeutung mehr. Vorne weg lief wieder Briese, irgendwann unterwegs hatte ihn Jannik Windelband aber abgehängt. Briese selbst startete beim 5000-Meter-Lauf und erreichte am Ende Platz zwei. Damit war er auch zufrieden, allerdings nicht mit seiner Zeit. Zwei Minuten schneller habe er eigentlich sein wollen, sagte er.

Trotz Seitenstichen ins Ziel Über sich hinaus wuchsen auf dieser Strecke die zehnjährige Gesa Heimann und ihre ein Jahr jüngere Freundin Hannah Huntebrinker. Gesa: “Wir wollten das einfach mal probieren.” Das Trainieren hatten sie vor Aufregung ganz vergessen, waren daher am Mittwoch schon mal, sozusagen zum Nachholen, die Strecke abgelaufen. Das rächte sich im Rennen, doch Seitenstiche konnten die beiden Mädchen nicht von ihrem Ziel abbringen und so kamen sie mit einer guten Zeit ins Ziel. Mit Gesa und Hannah am Start waren auch Denis Cordes und Jonas Mahnken, beide fünfzehn Jahre jung. Denis verfehlte seine Zielzeit knapp, wurde aber immerhin Jahrgangsbester. Zufrieden mit seiner Zeit war auch sein Kumpel Jonas, der vor einem Monat nach Heilshorn gezogen war und erstmals startete.

Die Sportfreunde Heilshorn selbst boten fast 80 Helfer für einen gelungenen Ablauf der Laufveranstaltung auf. 25 davon beteiligten sich als Streckenposten im Wald. Franziska Bröcker, Tatjana Heier, Stefanie und Ingrid Neubart bedienten eine Getränkestation, reichten den durstigen Läufern Wasser oder Waldbeerensaft. Ingrid Neubart war früher selbst regelmäßig beim Laufen dabei. Heute gebe ihre Gesundheit das nicht mehr her, berichtete sie. “Ich bedauere das sehr”, sagte Neubart, und lief dann eiligen Schrittes einem Halbmarathoni für ein weiteres Getränk hinterher.

Hubert Brünjes ist bereits Stammgast beim Himmelfahrtslauf – er fehlte in den vergangenen 40 Jahren nur einmal: da war er im Urlaub. Laufen ist sein Metier, mit der Staffel M50 des VSK ist er mehrfach deutscher Meister gewesen. “Früher gehörte ich in die erste Startreihe”, erzählte der Hamberger bescheiden. Begeistert vom Himmelfahrtslauf waren auch Walter Hannemann, “Baujahr” 1937, und der 1941 geborene Frieder Gänswein. Sie nutzen ihre guten Zeiten beim 3000er-Lauf für das Sportabzeichen. Hannemann: “Wir sind hier schon vor 20 Jahren gelaufen.”

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