Speer-Tochter würdigt jüdische Pädagogin

Die Schriftstellerin Hilde Schramm, Tochter des ehemaligen Reichsrüstungsministers Albert Speer, berichtete Zuhörern im Cultimo von deutscher Zeitgeschichte. Schramm stellte ihr Buch „Meine Lehrerin Dr. Dora Lux (1882-1959)“ vor. Sie erzählte vom Leben der jüdischen Lehrerin, die in der Zeit des Nationalsozialismus Berufsverbot erhielt und Widerstand leistete.
Kuhstedtermoor. Still war es im Kulturzentrum Cultimo. Mehr als 50 Gäste hingen förmlich an den Lippen von Hilde Schramm, die aus ihrem Buch „Meine Lehrerin Dr. Dora Lux“ vortrug. Die Erziehungswissenschaftlerin und ehemalige Vizepräsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses berichtete von ihrem Leben und dem von Dora Lux, einer jüdischen Lehrerin, die sich trotz Berufsverbots zur Zeit des Nationalsozialismus nicht verbiegen ließ. Speer-Tochter würdigt jüdische Pädagogin weiterlesen

Ria Neumann fordert ihre Leser bewusst heraus

Hambergen. „Müttererbe“ – so heißt das neue Buch von Ria Neumann. In der Hamberger Samtgemeindebücherei stellte Neumann ihr Werk jetzt vor rund 30 Literaturfreunden vor. Neumann verriet dazu kleine Geheimnisse aus ihrer Schreibwerkstatt. Im Anschluss an die Lesung signierte sie zudem nicht nur ihren neuen Roman, sondern auch dessen Vorgänger. „Ich freue mich auf eine schöne Runde. Das ist ein guter Kreis, da komme ich ohne Mikro durch“, sagte Neumann zu Beginn und führte gleich in die Geschichte von „Müttererbe“ ein. Ria Neumann fordert ihre Leser bewusst heraus weiterlesen

Eine Reise ins vergangene Jahrhundert

Hille Darjes liest im Cultimo die ergreifende Lebensgeschichte von Johanna Mutschall aus Bremerhaven
Kuhstedtermoor. Nach einem lang anhaltenden Applaus war es auf einmal wieder mucksmäuschenstill im Cultimo in Kuhstedtermoor. Die 30 Frauen und Männer im Publikum waren noch ganz ergriffen von der gerade gehörten Geschichte, niemand mochte sich als erster erheben und gehen. Die Schauspielerin Hille Darjes las die Lebensgeschichte von Johanna Mutschall, die der Bremerhavener Lehrer und Journalist Hans Happel als Buch unter dem Titel “Wir lernen ja immer, solange wir leben” herausgegeben hatte. Eine Reise ins vergangene Jahrhundert weiterlesen

Ingrid Pfeiffer liest aus Krimis

Landfrauenverein hat Autorin bei seiner Weihnachtsfeier zu Gast
Bramstedt. Neujahrs- und Butterkuchen, leckerer Kaffee, aber auch ein Kükenragout und Maden im Käse haben die Hauptrolle in der Lesung der Krimiautorin Ingrid Pfeiffer aus Hagen gespielt. Pfeiffer war Gast auf der Weihnachtsfeier des Landfrauenvereins Bramstedt und Umgebung. 150 Damen hörten gespannt zu, als Pfeiffer mit ihren Geschichten startete: “Ich habe meine Auswahl auf das Besinnliche reduziert, heute gibt es keine Mörder.” Genauso gespannt wie bei Pfeiffer hörten die Landfrauen beim Auftritt des Chores der freikirchlichen Gemeinde Bramstedt zu. “Unglaublich schön” war nur eines der Lobe für die Sängerinnen Kyong-Ah Steinbauer, Doris Schehrer und Angelika Schluder, die von Ira Kim am Keyboard begleitet wurden. Mit “Stille Nacht, heilige Nacht” starteten und beendeten die Chormitglieder die dreistündige Weihnachtsfeier im festlich geschmückten Saal. Ingrid Pfeiffer liest aus Krimis weiterlesen

Tipps für den Erstgänger

Satirisch-ironische Weihnachtslesung: “Das Fest in gelaufen, die Party ist alle”
Kuhstedtermoor. “Wahnsinn, das ist so schön.” Walter Peets, der Musikus unter den “Eiligen Drei Königen”, war begeistert vom Publikum. Der Weltenbummler hatte seinen Song “Das Fest ist gelaufen, die Party ist alle” mit einfachen Harmonien auf der Gitarre gespielt und die Gäste waren seiner Aufforderung zum Mitmachen prompt nachgekommen. Mit Peetz waren Marcus Rudolph und Jens Böttger zu Gast im “Cultimo” – mit satirisch-ironischen Anmerkungen zum Weihnachtsfest.Ihre zweistündige Lesung bezeichneten die Protagonisten als “öffentliches Saufen mit Betonung”. Höhepunkte waren die weihnachtlichen Satirewerke aus der Feder von Robert Gernhardt – beispielsweise die Hinweise für Gottesdienst-Erstgänger, um am Heiligen Abend nicht unangenehm aufzufallen. Böttger, im wahren Leben Redakteur bei Radio Bremen, wies die “Seltengänger” darauf hin, dass weder das Licht gelöscht, noch Werbung eingeblendet wird. “Bei der Aufforderung zum Gebet sind die Hände so zu falten, als wolle man einen Wellensittich erwürgen”, so Böttger. Zwischenrufe bei der Predigt wie “bravo, weiter so” oder “hört, hört” seien tabu. Rudolph hält nichts von “weihnachtlichem Lügenzuckerguss”. Der Schauspieler und Radio Bremen-Moderator: “Wir freuen uns nicht, das ist Arbeit.” Das Publikum instruierte er gleich zu Beginn: “Wir arbeiten hart, spenden Sie ausreichend Beifall. Aber auch nur an der richtigen Stelle.” Tipps für den Erstgänger weiterlesen