Ohlenstedt nutzt den Heimvorteil

web_anh08462Beim Stadtpokal der Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck verteidigte die Sandhauser Wehr ihren Titel vor Pennigbüttel und den Gastgebern aus Ohlenstedt.

Ohlenstedt. Was Pennigbüttel im letzten Jahr nicht gelang, schaffte die Freiwillige Feuerwehr aus Sandhausen in diesem Jahr, sie verteidigte eindrucksvoll ihren Titel beim Stadtpokalwettbewerb der Feuerwehr Osterholz-Scharmbeck.

Gastgeber war in diesem Jahr die Feuerwehr aus Ohlenstedt. Die Gastgeber nutzten den Heimvorteil zum Teil und schoben sich hinter die Favoriten aus Sandhausen und Pennigbüttel auf den dritten Platz. Gerne hätten die Ohlenstedter auch noch Pennigbüttel hinter sich gelassen, die erlaubten sich allerdings keinen Fehler. Ohlenstedt dagegen machte einen. „Gegen Fehler kann man nicht anlaufen,“ meinte dazu Martin Steeneck, Gruppenführer und Maschinist beim Wettbewerb.

Fehler sind schnell gemacht. Eine falsche Reihenfolge bei den Befehlen gibt ebenso Minuspunkte wie das Hinterherziehen des Schlauches oder das sprichwörtliche „auf dem Schlauch stehen“. Die Wertungsrichter notieren, wenn sich der Schlauchhalter zu früh löst oder ein Schlauch hinterher gezogen wird. Der dritte Platz ist für Ohlenstedt ein schöner Erfolg. Steeneck: „Das wir mal einen Titel geholt haben, daran kann ich mich nicht erinnern. Wir waren aber nicht schlecht heute, es ist ganz gut gelaufen. Beim Üben waren wir aber schon besser. Es ist halt was ganz anderes vor den ganzen Wertungsrichtern.“ Die Juroren nahmen die Zeit und schauten den Trupps teilweise mit fünf Mann gleichzeitig auf die Finger. Martin Steeneck weiß: „Mit 400 Punkten ist man richtig gut dabei, die haben wir heute nicht erreicht.“ Nur Sandhausen schaffte mit 404 Punkten die magische Zahl.

Holger Müller und Ralf Behrens von der Feuerwehr Freißenbüttel war das sowieso von vornherein klar. Ralf Behrens: „Für uns wird es kein Sieg werden. Es lief normal weg, wir haben dumme Flüchtigkeitsfehler gemacht. Dafür dürfen wir schon Bier trinken und zugucken.“ Pennigbüttel allerdings machte sich vor dem eigenen Start trotz der fehlerlosen Leistung von Sandhausen noch Hoffnung. Eike Behrens: „Wir geben nicht auf. Besser geht immer. Wir geben Vollgas, Pennigbüttel ist immer vorne dabei.“ Fast eine Minute waren die Pennigbütteler letztlich langsamer als Sandhausen und auch als Ohlenstedt.

Mehrere Fehler begingen die Wehren aus Garlstedt, Scharmbeckstotel, Freißenbüttel, Osterholz-Scharmbeck, Hülseberg und Heilshorn, die Abstände zu Platz drei waren schon beträchtlich.

Bei den Jugendfeuerwehren machte die Jugendfeuerwehr Garlstedt das Rennen. Platz zwei erreichte Gastgeber Ohlenstedt vor Scharmbeckstotel und Osterholz-Scharmbeck. Sophie Kück (Ohlenstedt) war enttäuscht: „Ich bin in den Wassergraben getreten, weil der Schlauch so am Bein gestört hat.“ Ihr Mitstreiter stand zudem beim Befehl „Wasser marsch“ auf der falschen Seite, was weitere Fehlerpunkte brachte. Ein Trupp hatte den Wasserschlauch nicht komplett ausgerollt. Hierfür gab es zum Glück keine Minuspunkte, weil so viele „Kleine“ dabei waren, die dies einfach nicht schaffen können.

Am Knotenbalken machte die Ohlenstedter Wehr alles richtig. Die Jugend aus Osterholz-Scharmbeck hat hier noch Bedarf. Der Wertungsrichter meinte: „Den Schotenstich üben wir noch einmal.“ Sophia Reichenbach, als Melder unterwegs, tappte ebenfalls in den Wassergraben. Sophia war für das Ankuppeln und Schließen der Schläuche zuständig. Einmal hatte sie vergessen, wieder einen Schlag zurück zu drehen, aber zum Glück hatte es kein Wertungsrichter bemerkt.

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