Pastor Kay Oppermann sagt Tschüss

Kirchwistedter Pastor wechselt in die Internetredaktion der Landeskirche nach Hannover
Kirchwistedt. “Wir haben eine Botschaft, die wir auf vielen Kanälen vermitteln wollen”, erklärt Kay Oppermann seinen Wechsel vom Pastor zum Internet-Referenten. Am 1. März verlässt Oppermann seine Kirchengemeinde in Kirchwistedt und bezieht sein neues Büro in der Landeshauptstadt Hannover, genauer gesagt im Evangelischen Medien- und Servicezentrum der Landeskirche.

Die neue Aufgabe Oppermanns ist groß. Der Internetauftritt der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover soll ein neues und einheitliches Gesicht bekommen. Oppermann: “Derzeit bestehen über 1500 Seiten, die nicht sichtbar zusammen-gehören. Unser Angebot wird sich natürlich weiter ausbreiten und auch das Projekt Kinderkirche mit Radio FFN und das lutherische Verlagshaus, in letzter Zeit durch die Veröffentlichungen von Margot Käßmann bekannt geworden, mit einbeziehen.” Pastor Oppermann macht damit sein Hobby zum Beruf. Die Internetplattform des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven ist sein Kind, wie auch die Schulung von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit Computer und Kamera. Oppermann: “Ich habe mich schon immer für Computer interessiert, mich zuletzt auf Foto und Grafik spezialisiert.” Beweise dafür gibt es zuhauf, Oppermann gestaltete zuletzt den Gemeindebrief neu, layoutete über 120 Schriftstücke.

Angst vor der neuen Arbeit kennt der Kirchwistedter Pastor nicht. Im Gegenteil: “Ich bin ein Typ, der sich neuen Aufgaben stellt. Der Reiz des Neuen ist immer sehr groß.” Ob er die Menschen in Kirchwistedt vermisse, vermag Oppermann nicht zu sagen: “Ob in Zukunft etwas fehlen wird, kann ich erst Monate später sagen. Ich kann mich sonntags nicht mehr auslassen. Ich gebe viel auf, was ich als Pastor gelernt habe. Was ich hier im Kleinen entwickelt habe, davon werde ich in Hannover stark geprägt sein.” Neues schuf Oppermann auch in Kirchwistedt – das Jugendcafé und das Kirchensofa nach dem Vorbild der Talkshow “3 nach 9” fallen einem als erstes ein.

Nun war Oppermann in Kirchwistedt nicht nur Pastor. Am ersten November 2001 trat er seinen Job zwar mit einer vollen Stelle an, bis zum heutigen Tag wurde diese Tätigkeit aber peu à peu runtergefahren. Eine halbe Stelle gibt es noch, die andere Hälfte der Zeit widmete sich Oppermann zuletzt zu gleichen Teilen der Öffentlichkeitsarbeit für den Kirchenkreis und einem besonderen Projektmanagement, dem regionalen Kirchentag.

Dieser regionale Kirchentag ist eine besondere Veranstaltung. Kay Oppermann kommt aus dem Schwärmen nicht heraus: “Ein dickes Ding, was viele Menschen bewegt und super besucht wird.” Es gibt diverse Vorveranstaltungen und im September die zweitägige Abschlussfeier im großen Zirkuszelt in Zeven. Thema dort: “Liebt das Gute.” Natürlich gibt es dazu eine eigene Internetseite von Oppermann (www.liebtdasgute.de). Kirchwistedt ist im Mai Gastgeber einer Vorveranstaltung. Sehnsucht oder “Was guckst du?” heißt es im Programm. “Das mache ich dann noch”, verspricht Oppermann.

Die Familie Oppermann, Ehefrau Susanne und Tochter Luca Sophie, bleiben vorerst in Kirchwistedt, folgen wohl ab Mai nach Hannover. Schwierigkeiten für seine beiden Frauen sieht er nicht. Oppermann: “Für Susanne ist es mit Sicherheit in Hannover leichter, in den Beruf zurückzufinden, und um Luca Sophie mache ich mir gar keine Sorgen. Die hat das kleinste Problem, da haben meine Frau und ich mehr dran zu knabbern.” Das neue Projekt von Kay Oppermann ist vorerst auf fünf bis sechs Jahre ausgelegt. Oppermann: “Ich muss vermitteln und Baustellen schließen. Die Landeskirche ist riesig, wir haben 35000 Mitglieder. Jede Einrichtung hat irgendetwas im Internet, das muss zusammengestrickt und in Form gegossen werden.” Erfahrung hat er ja aus diversen Projekten und behauptet: “Je länger ich das mache, desto anspruchsvoller werde ich mir selbst gegenüber.” Das Niveau soll angehoben werden, die Kirche interessanter werden.

Eine geregelte 40-Stunden-Woche erwartet ihn, auch wenn es mit Sicherheit heiße Phasen mit längeren Arbeitstagen geben wird. Aber nicht zu vergleichen mit seiner bisherigen Arbeit. In Kirchwistedt kommt Oppermann auf rund 85 wöchentliche Arbeitsstunden an sieben Arbeitstagen.

Verabschieden möchte sich Oppermann am kommenden Sonntag, 27. Februar, um 17 Uhr mit einem Gottesdienst in der Johannes-der-Täufer-Kirche in Kirchwistedt von seiner Gemeinde. Natürlich mit Kirchensofa und Gästen. Im Anschluss bittet Kay Oppermann zum Empfang in der benachbarten Gaststätte beim stellvertretenden Kirchenvorstandsvorsitzenden Hermann Oerding.

 

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