Auf schnellen Abfahrten zu den Quellseen

Vom Markplatz mit dem Fahrrad Richtung kühles Nass: Eine Tour mit kleinen Schwierigkeiten
Landkreis Osterholz.
Es weht ein kühlerer Wind, eine Seltenheit in diesen heißen Tagen. Zum Nachmittag soll es allerdings wieder wärmer werden, versprechen die Meteorologen. Das ist Grund genug für eine Fahrradtour zu den Ohlenstedter Quellseen. Der Rundweg startet am Marktplatz in Osterholz-Scharmbeck, führt durch schöne Landschaft und bietet Möglichkeiten zum Freizeitgenuss. Das meint zumindest Klaus Plump, Vorsitzender des Allgemeinden Deutschen Fahrradclubs (ADFC) in Osterholz-Scharmbeck.

Stadtgebiet:

Die Tour ist 23 Kilometer lang. Wer sie in einem Rutsch durchradelt, benötigt wohl eine Dreiviertelstunde. Besser ist es allerdings, mehr Zeit einzuplanen. Der Berichterstatter hat mit Foto- und Notizenpausen sowie kurzen Unterbrechungen für Gespräche rund drei Stunden gebraucht – und war nicht langsam unterwegs. Eine Karte oder zumindest eine Beschreibung der Tour sollte dabei sein, eine Beschilderung für diesen Radweg gibt es nicht. Ein Einstieg ist an jedem Punkt der Strecke möglich. Der Start gelingt mit einem leckeren Eis am Markplatz und langsamer Fahrt durch die Fußgängerzone. Wer an einem anderen Punkt dieses Rundweges startet freut sich vielleicht über die vielen Einkaufs-und Einkehrmöglichkeiten. Geradeaus in den Postweg fahren und der abknickenden Vorfahrt bis zur Bäckerei Schilling folgen. Der erste Anstieg und steilste Kilometer ist damit bereits geschafft. Links geht es in die Straße “Am Rodelande”. Nun heißt es, dem Straßenverlauf für lange Zeit zu folgen – bis die Straße “Am Mühlenbach” kreuzt, in der man nach links abbiegt. Zu beachten ist lediglich: wenn rechts die “Lookstraße” auftaucht, hält man sich kurz links und folgt dann den grün-weißen Radwegschildern.

Wiste / Freißenbüttel:

Augen auf heißt bis hierhin die Devise. Einerseits, weil es hier einen wunderschönen Blick über die Hammeniederungen bis nach Worpswede gibt (Höhe Gut Bredbeck). Andererseits ist es ein tolles Stück Berg- und Talbahn für Radfahrer. Selbst ohne zu treten sind locker 32 Stundenkilometer drin. Darum Obacht: Vor der scharfen Kurve ist es sicherer, rechtzeitig zu bremsen. Hier gibt es häufig entgegenkommende Radfahrer, und nach der Kurve zieht sich eine gefährliche Rinne über die Fahrbahn.

In der Straße “Am Mühlengraben” angekommen, versteckt sich eine Bank hinter drei großen Findlingen. Eine gute Gelegenheit für die erste Pause nach fünf Kilometern. Tollen Schatten gibt es 800 Meter weiter bei den Fischteichen an der Bildungsstätte Bredbeck. Vielleicht sollte man doch besser hier eine Pause machen und das Drumherum genießen. Die Straße ist neu asphaltiert und gut zu befahren. Autoverkehr ist im geringen Maße vorhanden.

Weiter Richtung Axstedt Am Ende führt der Weg rechts in die “Westerbecker Straße” und dann geradeaus weiter über die nächste Kreuzung. Zu beachten ist, dass für Garlstedt und Hülseberg der Radweg nach links ausgeschildert ist, wir dorthin aber nicht wollen. Also weiter Richtung Axstedt, den Heimelberg hoch und später wieder runter. Ab hier ist man meist allein mit der Natur. Zu hören sind nur der Wind, die Singvögel, auch wenn deren Gesang zum Herbst immer spärlicher wird – und zirpende Grillen. Sitzmöglichkeiten zur Kurzrast gibt es genügend, wie auch ein neues Abenteuer – die Heimelbergabfahrt. Die Ohren und Augen sind offen zu halten, ob nicht Gegenverkehr droht. Auch hier ist ein Tempo von über 30 Stundenkilometern ohne Zutun drin. Ohlenstedt: Nach der Abfahrt (1200 Meter) fährt man links in den “Hemenweg”. Hier sollte der Radler Langsam fahren, die Platten sind schmal und allesamt gebrochen. Der Plattenweg ist nach 700 Meter wieder asphaltiert, nach insgesamt elf Kilometern ist das erste Etappenziel – die Ohlenstedter Quellseen – hörbar in Reichweite. Auch “Am Goldberg” geht es erst hoch und dann wieder runter. Deutschlandfahnen – so viele Fahnenmasten wie hier sieht man selten – weisen dem Pedalritter den Weg. Am Ende geht es rechts direkt zu den Quellseen. Hier am See (Eintritt ist zu zahlen) kann man schwimmen und – wer des Radelns noch nicht überdrüssig ist – auch mit dem Tretboot fahren. Mit der Gaststätte “Seeblick” direkt am Wasser gibt es die erste Einkehrmöglichkeit nach Verlassen des Stadtgebietes. Doch Schluss mit Jubel, Trubel, Heiterkeit. Zurück in die Natur.

Hülseberg / Garlstedt:

Fahrrad gewendet und zurück Richtung Hülseberg. Taucht die Straße “Hagenberg” links auf, wird die Dorfstraße überquert und in den Weg eingebogen. Vor dem Wald geht es hinter die Sandkuhle nach links. Insgesamt 500 Meter Sand sind nach langer Trockenheit für kleine Beine kein Zuckerschlecken. Wiederum am Ende gilt es vorsichtig die K46 zu überqueren. “Waldlehrpfad” ist dort auf einem Holzschild zu lesen. Schotter und Sand auf abschüssiger Strecke bedeuten: Lenkrad gut festhalten!

Es geht weiter durch die Elm bis zum “Garlstedter Kirchweg”. Leider steht hier kein Straßenschild. Als Hinweis gilt: Von der Kreisstraße sind es etwa 1200 Meter und es handelt sich um eine größere Kreuzung im Wald, jetzt wieder mit Schotter statt Sand. Nach links abgebogen gibt es nach rund 400 Metern auch wieder Asphalt. 1500 Meter weiter kreuzt die Straße “Vor der Elm”, und viele Windräder sind zu sehen. Zwei Kilometer weiter lockt das nächste Freizeitvergnügen: Der Tiergarten Ludwigslust mit Sommergarten

Geradeaus geht es weiter in die Straße “Bargten”. Nach kurzem Anstieg rollt man sozusagen die letzten zwei Kilometer abseits des Hauptverkehrs wieder dem Ausgangspunkt und den vielen Einkehrmöglichkeiten zu.

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