Hunderte Kürbise und noch mehr Besucher in Ohlenstedt

Ohlenstedt. Das Kürbisfest der Familie Hertz-Kleptow in Ohlenstedt ist gestern bei schönstem Herbstwetter auf riesige Resonanz gestoßen. „Das war bisher die Spitze. So etwas haben wir in all den Jahren noch nicht gehabt“, kommentierte Christine Hertz-Kleptow den Besucherandrang. Ohlenstedt war regelrecht zugeparkt von den Autos der vielen Gäste. Christine und Gustav Hertz-Kleptow boten schon zum Frühstück frisch gebackenes Kürbisbrot an. Deftiges stand am Mittag auf dem Speiseplan – für Ingo Vogt aus Bremen war das Knipp der kulinarische Höhepunkt des Kürbisfestes. Die Familie Vogt zählt zu den Stammgästen. Der kleine Theodor hatte eigens fürs Fest ein Bild für seine einstige Hebamme Traute gemalt: „Traute und ihre Kuh“. Traute gehört zu den rund 60 engagierten Ohlenstedtern, die die Familie Hertz-Kleptow beim Kürbisfest jedes Jahr treu unterstützen.

„Heute ist ganz Ohlenstedt auf den Beinen“, sagte Christine Hertz-Kleptow. Die Familie Vogt freute sich auch auf die Strohburg und das Kürbisschnitzen. Ingo Vogt: „Es ist toll hier. Durch das Kürbisfest haben wir auch den Ohlenstedter See entdeckt. Die Landschaft drum herum, alles toll.“

Wer keinen Knipp mochte, stellte sich für die ebenfalls angebotene Kürbissuppe an. Die ließen sich sehr viele Fest-Besucher schmecken, die Warteschlange an der Ausgabetheke war beeindruckend lang.

Und zwischendurch waren die Kürbiswaffeln ein beliebter Snack. Den sich zum Beispiel Julia Vatterott schmecken ließ: „Die sind sehr lecker.“ Als großer Kürbisfan nahm Julia gleich einen Beutel Waffeln mit nach Hause.

Mit Messer und Löffel zum Halloween-Kürbis

Beim Kürbisfest in Ohlenstedt standen sie zu Hunderten zur Verfügung und machten Lust auf mehr: Kürbisse. Doch sie sind es nicht allein, was Tausende von Besuchern einmal im Jahr nach Ohlenstedt lockt. Dafür sorgt auch ein ungewöhnliches Programm.

Ponyreiten, Stockbrotbacken, diverse Markstände und über 80 Sorten Kürbisse und vielfältige Produkte daraus hatte der Bauerngarten Hertz-Kleptow am Sonntag im Angebot. Christine Hertz-Kleptow: „Es ist jedes Jahr ein neues Lotteriespiel. Bei mir bekommt aber jede Sorte zwei bis drei Jahre lang die Chance sich von der besten Seite zu zeigen. Butternut und Muskat wuchsen in diesem Jahr besonders gut.“

Seit Anfang August erntet die Familie. Fünfmal geht so ein Kürbis dabei durch diverse Hände. Die Früchte sind empfindlich. Beinahe jeden Kürbis hatte Fabian Kopcziynski in den Händen. Der polnische Erntehelfer feierte zudem ein kleines Jubiläum, er war in diesem Jahr das zehnte Mal in Ohlenstedt. Die Kürbisse stehen für vielerlei Speisen zur Verfügung, sogar der so genannte „Halloween-Kürbis. Christine Hertz-Kleptow: „Den kann man auch lecker füllen, wenn er nicht zu groß für den Backofen geworden ist.

Zum Schnitzen stand der Kürbis hundertfach zur Verfügung. Gudrun Thiele kernte einen Kürbis zusammen mit ihrem Enkel Thies aus. Bei ihr Zuhause kommt Kürbissuppe auf den Tisch, für Kürbisbrot ist die Tochter zuständig. Gudrun Thiele: „Backen kann ich nämlich nicht.“

Gleich mit drei Enkelkindern war Brigitte Spanke beim Schnitzen. Paul, Marie und Moritz schnitzten und höhlten ihre Kürbisse aus. Marie wusste warum: „Den nehme ich für Halloween.“

Brigitte Spanke war schon beim ersten Kürbisfest dabei und kommt jedes Jahr wieder: „Ich finde die ganze Dekoration hier so toll.“ Von der Logistik auf den Bauerngarten schwärmte auch der Ritterhuder Jürgen Kuck: „Ich bin beeindruckt, wie das hier alles klappt und die Familie das organisiert bekommt. Trotz des großen Andrangs findet jeder was er sucht.“

Doch nicht nur Kürbisse, auch Oldtimer wie Karman Ghia, Porsche, Mercedes und VW-Käfer luden zum Träumen ein. „Da möchte ich einmal mit fahren“, hörte man hier immer wieder, allerdings war meistens nicht mal anfassen erlaubt. Fahren durften die Leute auf der Carrera-Bahn. Peter Voss hatte seine 36 Meter lange vierspurige Bahn aufgestellt.

Auch das Ehrenamt hat auf dem Kürbisfest seinen Platz. Katharina Hach, Natascha Voigt und Jan Felix gaben gekochten Spaghetti-Kürbis aus. Die Kürbisse waren gespendet, die Einnahmen kommen der Tafel Schwanewede zugute.

Im Café machte der Bürgerverein Ohlenstedt Kasse, sämtliche Einnahmen landen in Projekten des Vereins und somit höchstwahrscheinlich in Ohlenstedt.

Vermerk:

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Ein Gedanke zu „Hunderte Kürbise und noch mehr Besucher in Ohlenstedt“

  1. Guten Tag, ich hätte so gerne die Fotos mit Theodor und mir, am liebsten alle 8 BIlder der Slideshow. Danke für den schönen Artikel! Gruß, Traute

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