“The Cube” rockt das Cultimo

Highlights der Rockmusik zum Mitsingen, Tanzen und Genießen in der Kulturkneipe im Moor
Kuhstedtermoor.
Im Cultimo, der Kulturkneipe im Kuhstedtermoor, rockte das Moor, und Schuld hatte die Band “The Cube”. Die vier Musiker der Band waren erstmals in Kuhstedtermoor und wollten gar nicht wieder gehen, so gut gefiel es ihnen. Sänger Klaus Struckmeyer meinte nach drei Stunden Highlights aus der Rockgeschichte und der Frage nach dem Ende: “Wir spielen noch so lange wie wir Lust haben.” Die Lust an der Musik war Struckmeyer, Andree Kubillus (Gitarre), Kai Stellmann (Schlagzeug) und Thomas Weber (Bass) nicht nur anzusehen, sie sprang auch locker auf das Publikum über. Immer wieder erklommen die Damen und Herren die Tanzfläche zwischen Bühne und Bestuhlung. Rock, Blues und Oldies von den Stones, Kinks, Cocker, ZZ Top oder Chris Farlowe à la Cube standen im Vordergrund. Die Songs von “The Cube” waren fast alle bekannt, wenn man auch oft nicht wusste, wer dahinter steckte. Doch dank Struckmeyer und Co. gab es Aufklärung.

“Runaway” von Del Shannon war so ein Beispiel; laut Struckmeyer ist es häufiger auf Bremen1 zu hören. “Wir spielen eine etwas härtere Version”, meinte Schlagzeuger Stellmann. Ebenso hart folgte “Shakin’ all over”, und der Sänger wünschte sich zur Abwechslung ein langsameres Stück. Struckmeyer: “Irgendwas aus den Top 40 der 80er.” Weber nahm ihn streng ins Visier: “Die Ansage streich mal lieber. Klaus willst du jetzt wirklich was Langsames spielen?” Wollte er wohl nicht: Es folgte “Bad case of loving you” von Robert Palmer und “Unchain my heart” von Joe Cocker. Hier klappte sogar die Körpersprache von Rockröhre und Rockrentner Struckmeyer.

Nach dem Rennen mit dem Teufel, im Original von “The gun” und vielen weiteren Schlucken aus der Wasserflasche wuchs Struckmeyers Wunsch nach einem langsamen Stück. “Wir machen aber heftig und laut”, betonte Stellmann.

Mit “Miss you fever” von Chris Farlowe erfüllte sich anschließend doch der Wunsch nach kurzer Erholung. “Dankeschön, meine Herren”, raunte Struckmeyer seinen Kollegen zu. Die Tanzfläche leerte sich zwar, aber das Stück war einfach stark. “Geil”, meinten gar die Damen rechts im Publikum. Tolle Gesangsleistung von Struckmeyer und das Bending vom Gitarristen war vom Feinsten. Die Gitarre war übrigens Marke Eigenbau von Kubillus, und der Erbauer wusste wohl genau, wie er die Töne wohin zu ziehen hat.

The Cube spielen seit sieben Jahren in dieser Besetzung, jeder der Vier ist zusätzlich in anderen Projekten aktiv. Der Kontakt zum Cultimo kam über den Westertimker Struckmeyer zustande. Bremen, Delmenhorst und Weyhe lauten die Heimatorte der Mitstreiter. Struckmeyer und Stellmann sind nach eigenen Worten Rockrentner, Kubillus und Weber arbeiten nebenbei, aber nicht am Sonntag, und deswegen gab es auch nach 23 Uhr noch Hammerstücke wie “Born to be wild” von Steppenwolf und “You really got me” von den Kinks zu hören.

Mindestens genauso gut klangen der “Honky Tonk Blues” von Hank Williams und “Walking by myself” vom kürzlich verstorbenen Rockgitarristen Gary Moore. Rockgitarrist ist das Stichwort für Kubillus, der wiederum bei “Knockin on heavens door” den Ton angibt.

Kubillus war es auch, der Anne Grindemann aus Hamburg besonders gefiel: “Der junge Gitarrist spielt irre.” Grindemann war nicht das erste Mal im Cultimo, sie ist Fan vom Kleinkunstduo “Hin und Weg”. Doch am Sonnabend tauchte sie tief in die Rockgeschichte ein: “Ich finde es erstaunlich, dass hier nicht noch mehr Zuschauer sind. Wer nicht hier ist, hat auf jeden Fall tolle Musik verpasst.”

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Highlights der Rockmusik zum Mitsingen, Tanzen und Genießen in der Kulturkneipe im Moor
Kuhstedtermoor. Im Cultimo, der Kulturkneipe im Kuhstedtermoor, rockte das Moor, und Schuld hatte die Band “The Cube”. Die vier Musiker der Band waren erstmals in Kuhstedtermoor und wollten gar nicht wieder gehen, so gut gefiel es ihnen. Sänger Klaus Struckmeyer meinte nach drei Stunden Highlights aus der Rockgeschichte und der Frage nach dem Ende: “Wir spielen noch so lange wie wir Lust haben.” Die Lust an der Musik war Struckmeyer, Andree Kubillus (Gitarre), Kai Stellmann (Schlagzeug) und Thomas Weber (Bass) nicht nur anzusehen, sie sprang auch locker auf das Publikum über. Immer wieder erklommen die Damen und Herren die Tanzfläche zwischen Bühne und Bestuhlung. Rock, Blues und Oldies von den Stones, Kinks, Cocker, ZZ Top oder Chris Farlowe à la Cube standen im Vordergrund. Die Songs von “The Cube” waren fast alle bekannt, wenn man auch oft nicht wusste, wer dahinter steckte. Doch dank Struckmeyer und Co. gab es Aufklärung.
“Runaway” von Del Shannon war so ein Beispiel; laut Struckmeyer ist es häufiger auf Bremen1 zu hören. “Wir spielen eine etwas härtere Version”, meinte Schlagzeuger Stellmann. Ebenso hart folgte “Shakin’ all over”, und der Sänger wünschte sich zur Abwechslung ein langsameres Stück. Struckmeyer: “Irgendwas aus den Top 40 der 80er.” Weber nahm ihn streng ins Visier: “Die Ansage streich mal lieber. Klaus willst du jetzt wirklich was Langsames spielen?” Wollte er wohl nicht: Es folgte “Bad case of loving you” von Robert Palmer und “Unchain my heart” von Joe Cocker. Hier klappte sogar die Körpersprache von Rockröhre und Rockrentner Struckmeyer.
Nach dem Rennen mit dem Teufel, im Original von “The gun” und vielen weiteren Schlucken aus der Wasserflasche wuchs Struckmeyers Wunsch nach einem langsamen Stück. “Wir machen aber heftig und laut”, betonte Stellmann.
Mit “Miss you fever” von Chris Farlowe erfüllte sich anschließend doch der Wunsch nach kurzer Erholung. “Dankeschön, meine Herren”, raunte Struckmeyer seinen Kollegen zu. Die Tanzfläche leerte sich zwar, aber das Stück war einfach stark. “Geil”, meinten gar die Damen rechts im Publikum. Tolle Gesangsleistung von Struckmeyer und das Bending vom Gitarristen war vom Feinsten. Die Gitarre war übrigens Marke Eigenbau von Kubillus, und der Erbauer wusste wohl genau, wie er die Töne wohin zu ziehen hat.
The Cube spielen seit sieben Jahren in dieser Besetzung, jeder der Vier ist zusätzlich in anderen Projekten aktiv. Der Kontakt zum Cultimo kam über den Westertimker Struckmeyer zustande. Bremen, Delmenhorst und Weyhe lauten die Heimatorte der Mitstreiter. Struckmeyer und Stellmann sind nach eigenen Worten Rockrentner, Kubillus und Weber arbeiten nebenbei, aber nicht am Sonntag, und deswegen gab es auch nach 23 Uhr noch Hammerstücke wie “Born to be wild” von Steppenwolf und “You really got me” von den Kinks zu hören.
Mindestens genauso gut klangen der “Honky Tonk Blues” von Hank Williams und “Walking by myself” vom kürzlich verstorbenen Rockgitarristen Gary Moore. Rockgitarrist ist das Stichwort für Kubillus, der wiederum bei “Knockin on heavens door” den Ton angibt.
Kubillus war es auch, der Anne Grindemann aus Hamburg besonders gefiel: “Der junge Gitarrist spielt irre.” Grindemann war nicht das erste Mal im Cultimo, sie ist Fan vom Kleinkunstduo “Hin und Weg”. Doch am Sonnabend tauchte sie tief in die Rockgeschichte ein: “Ich finde es erstaunlich, dass hier nicht noch mehr Zuschauer sind. Wer nicht hier ist, hat auf jeden Fall tolle Musik verpasst.”

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