Das Parfum von Patrick Süskind

Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder ärgern soll. Freuen, dass ich das Buch durch habe oder ärgern, dass ich es überhaupt gelesen haben. Meine klare Empfehlung daher: nicht lesen! Das hat gleich mehrere Gründe. Zeitgemäß von der Sprache her ist das Ding schon lange nicht, allerdings wage ich zu bezweifeln, ob etwas ähnliches überhaupt jemals passieren könnte.

Zum Inhalt: Irgendwo an einem Hafen, wo es wie die Hölle stinkt gebärt eine Fischverkäuferin an ihrem Stand ein Baby. Dies landet unterm Tisch bei den Fischresten, wird allerdings gerettet. Dieses Kind riecht nicht, kann dafür aber besser riechen als jeder andere Mensch/Tier/Maschine.

Logisch, dass es zum besten Parfümmacher wird, ohne allerdings Ahnung von der Materie zu haben. Irgendwann hat er aber die Schnauze voll und flüchtet für Jahre in eine Höhle, ernährt sich von Erde und anderes Zeugs, leckt am nassen Felsen. Nach zwanzig Jahren hat er auch davon die Schnauze voll und landet in einer Stadt.

Irgendwann riecht er ein pubertäres Mädchen und von da an ist das sein Geruch Nummer eins. Er versucht also den Geruch von jungen Mädchen in die Flasche zu bekommen. Logisch dass dafür mehrere Mädchen sterben müssen. Irgendwann soll die Nummer eins dran sein. Der Vater dieses Mädchen bekommt das mit und will seine Tochter schützen. Keine Chance! Das Mädchen stirbt. Irgendwann kommen sie dem Buben auf die Schliche, der nun eigentlich schon älter sein müsste. Er soll für seine Tat sterben. Zehntausende von Menschen versammeln sich um dies zu feiern.

Als es endlich so weit ist, verlieben sich diese zehntausend in den Typen. Sie reißen sich die Kleider vom Leib und jeder treibt es mit jeden. Umbringen will ihn nun keiner mehr, er wird in ein Bettchen gebracht. Der Vater des letzten Mädchen verliebt sich auch in den Bub und fragt: “Willst du mein Sohn sein.” “Ja, ich will” , lautet die Antwort. HILFE. Wohl wegen des Geruchs des Mädchens in der Flasche, dem neuesten Parfum.

Als der Bub schläft möchte der Vater ihn gerne auf den Mund küssen, läßt dies aber bleiben, damit der Bub nicht aufwacht. Bei nächster Gelegenheit flieht der Junge (das Monster). In der nächsten Stadt, dank eines Tropfen Parfums, bleibt sein Kommen nicht unbemerkt. Alle stürzen sich auf den Gottähnlichen, jeder frisst ein Stücken von ihm. Bis er weg ist und das Buch zu Ende. Endlich!

Fazit: Ich ärgere mich, dass ich das Buch gelesen habe. Ich freue mich, dass es endlich zu Ende ist.

Und hast du es auch gelesen? Da bin ich aber gespannt! Nutze das Kommentarfeld!

Ein Gedanke zu „Das Parfum von Patrick Süskind“

  1. So Leute mein erstes Fazit fiel ja ziemlich hart aus. War halt frisch nach dem Lesen geschrieben. Also ganz so schlimm ist es mit Abstand betrachtet nicht. Komischerweise muss ich sogar feststellen, dass Teile der Geschichte immer noch bei mir bekannt sind.
    Das wundert mich, weil es nicht die Regel ist. Tatort kann ich jede Woche wieder gucken und wüsste nicht wer der Mörder war. Andere Bücher die ich besser fand, kann ich auch wieder lesen und wüsste nicht, dass ich sie schon gelesen habe oder merke es erst auf Seite 150, wie zuletzt passiert bei “Ohne ein Wort”.
    Und ich habe es sogar zu Ende gelesen. Was mir mit “Todeshauch” von Arnaldur Indridason nicht gelang. Von dem fass ich kein Buch mehr an. Es liegt bei mir. Wer es geschenkt haben möchte muss es nur abholen. Also Leute lest ruhig “Das Parfüm”, eine schräge Geschichte und Kopfschütteln ist garantiert.
    So und wie fandet ihr das Buch.
    Warum ich hier selbst kommentier: Eine einzelne Person meinte ich hätte viel zu hart geurteilt und wenn ich Kommentare haben möchte, muss ich meinen Text ändern. Will ich aber nicht, also ein Kommentar. Los traut euch. Der Artikel wird zumindest recht häufig gelesen.

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