Schöne Augenblicke im Rathaus-Flur

„Ich bin kein Kunstexperte und kann auch nichts in die Bilder rein inspirieren. Ich freue mich, das so viele Leute der Einladung gefolgt sind, dass wird ja langsam zu einer Erfolgsstory hier,“ sagte Wittenberg begeistert. Mit seiner Meinung stand er nicht allein. Ingrid und Sonja Niewerth gerieten regelrecht ins Schwärmen, schnell hatten Mutter und Tochter ihre Lieblingsbilder ausgemacht.

Ingrid Niewerth wählte das überwiegend braune Gemälde: „Das ist für mich eine Moorlandschaft.“ Farben begründeten auch die Entscheidung von Sonja Niewerth: „Ich habe eine Vorliebe für Türkis. Das Bild könnte ich mir auch gut in meiner Praxis vorstellen.“ Den beiden Damen gefiel insbesondere, dass Anke von Glahn die Bilder titellos ausstellte. Sonja Niewerth: „Das lässt uns genügend Raum. Auf den ersten Blick sind die Werke gegenstandslos, man kann gut in Resonanz mit dem Bild treten. Oft entwickeln sich ganz neue Ansichten erst auf den zweiten oder dritten Blick.“

Im Jahre 2001 fing Anke von Glahn mit dem Malen an – einige Frühwerke hängen im oberen Rathausflur – ein Kurbesuch ermutigte sie dazu. Mit Erfolg. Von Glahn: „Malen macht den Kopf frei und tut der Seele gut.“ Sie besuchte später viele Kurse, kam über Wasserfarben und Acryl zum Öl. Farben und Motive kommen nach Gemütszustand aufs Bild. Die Künstlerin: „Ich male, wie ich mich fühle. Vogelsand, Kaffeesatz und Strukturpaste gefallen mir gut.“ Gerne gibt von Glahn zu, dass sie sich schon selbst über ein Werk von sich erschrocken habe. Das kam allerdings nicht in die Auswahl für die Ausstellung.

Naive Erstwerke

Ihre Erstwerke bezeichnet sie selbst als naiv, der Besucher könne erkennen, wie sie sich beim Malen fortentwickelt habe. Von Glahn: „Anfangs war ich doch verklemmt, heute schwinge ich den Pinsel viel lockerer. Mit „Auf geht´s“ eröffnete Anke von Glahn die Ausstellung. Das ließen sich auch Inge Weets und Heidi Mann nicht zweimal sagen. Heidi Mann: „Wir kennen Frau von Glahn vom Kegeln und wollten heute mal schauen, was hier so hängt.“ Inge Weets bereute ihr Kommen nicht: „Ich bin begeistert. Die Eröffnung ist auch toll besucht heute.“

Darüber freute sich insbesondere auch Anke von Glahn, die zum ersten Mal in solch einem großen Rahmen ausstellte. Ein bisschen Nervosität war vorhanden, allerdings waren auch viele bekannte Gesichter vor Ort. Von Glahn findet Motive in der Zeitung, technische Details dienen oft als Grundlage ihrer Werke.

Die Ausstellung „Augenblicke“ läuft noch bis zum 30. Mai. Die Bilder können während der Öffnungszeiten im Rathaus betrachtet werden. Für weitere Informationen steht Anke von Glahn unter Telefon 0 47 46 / 65 01 zur Verfügung.

 

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